Selektive N‐Terminale Acylierung von Peptiden und Proteinen durch Acyl‐Phosphate von Fettsäuren

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Authors: Laura Rodríguez Pérez, Thomas A. King, William Finnigan, Antonio Angelastro, Kathleen M. Cain, Charles Eldrid‐Otterburn, Jack W. Houghton, Edward W. Tate, Perdita Barran, William R. F. Goundry, Sabine Lahja Flitsch
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Abstract

Zusammenfassung Die ortsspezifische Modifikation von Peptiden und Proteinen ist ein zentrales Werkzeug der chemischen Biologie und von großer Bedeutung für die Entwicklung biopharmazeutischer Wirkstoffe sowie für die Untersuchung posttranslationaler Modifikationen. Insbesondere die selektive Acylierung des N‐Terminus gegenüber konkurrierenden Seitenketten stellt weiterhin eine erhebliche Herausforderung dar. Bestehende Methoden sind häufig durch eingeschränkte Selektivität oder eine begrenzte Substratbreite limitiert. Hier berichten wir über einen biomimetischen Ansatz zur in situ‐enzymatischen Reagenzaktivierung (ERA) von Carbonsäuren mit ATP, der zur Bildung reaktiver Acyl‐Adenosin‐Monophosphate führt. Diese Methode zeigt eine hohe Selektivität für die N‐Termini von Peptiden und Proteinen, einschließlich pharmazeutisch relevanter Substrate wie Liraglutid, Glucagon und Insulin. Die ERA‐Acylierung toleriert ein breites Spektrum unsubstituierter und funktionalisierter Fettsäuren, darunter Azido‐ und Dicarbonsäuren, und eignet sich somit für N‐terminale bioorthogonale Markierungsstrategien. Darüber hinaus ist der Ansatz auch auf die Modifikation von Antikörpern anwendbar. Insgesamt stellt die ERA‐Acylierung eine vielseitige und bioorthogonale Methode dar, die ein breites Anwendungspotenzial im Bereich der Biokonjugation sowie bei der Herstellung stabiler Peptid‐ und Proteinkonjugate besitzt.

Fields of Study & Subjects

Click Chemistry and Applications Peptidase Inhibition and Analysis Chemical Synthesis and Analysis

Publication details

Journal / source
Angewandte Chemie
Volume
138
Issue
7
Publication date
9 January 2026
Language
EN