Schnelle RASER‐MRT
Abstract
Zusammenfassung Die konventionelle Magnetresonanztomographie (MRT) basiert auf intensiven Radiofrequenzimpulsen (RF‐Impulsen) zur Anregung von Kernspins, und damit zur Erzeugung von NMR‐Signalen. Diese Impulse erfordern große, leistungsstarke RF‐Verstärker und verursachen Wärme im Gewebe, die aus Sicherheitsgründen minimiert werden muss. Dies stellt bei der Entwicklung von MRT‐Geräten mit immer höheren Feldstärken ein wachsendes Problem dar. Eine Alternative zur RF‐Impulsanregung ist die Selbstanregung von Kernspins mittels Radiofrequenzverstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung (Radiofrequency Amplification by Stimulated Emission of Radiation, RASER), bei der die Kernspins ohne RF‐Anregung einen spontanen Übergang von einem energetischen Nichtgleichgewichtszustand in einen Grundzustand durchlaufen. In dieser Arbeit wird die Möglichkeit der Aufzeichnung von „schnellen“ Protonen‐RASER‐MRT‐Bildern von Pyrazin in geringer Konzentration (120 mM) demonstriert. In nur 78 ms werden Bilder mit großer Matrix (128x128 Pixel) bei 500 MHz (11,7 T) aufgenommen. Weiter wurde eine Zeitreihe von Bildern unter Verwendung eines einzelnen Bolus hyperpolarisierten (HP) Pyrazins aufgezeichnet, um die Machbarkeit einer dynamischen Verfolgung zu verdeutlichen. Der demonstrierte Ansatz ermöglicht die Aufzeichnung von MRT‐Scans ohne die Sende‐Empfänger‐Elektronik des MRT‐Scanners, was für tragbare MRT‐Geräte sowie für das aufstrebende Gebiet der hyperpolarisierten MRT, bei der z. B. HP Protonen ( 1 H), 129 Xe‐Gas oder HP 13 C‐markierte Biomoleküle als molekulare Tracer und Bildgebungsmittel verwendet werden, äußerst vorteilhaft ist.
Fields of Study & Subjects
Advanced NMR Techniques and Applications
Advanced MRI Techniques and Applications
Atomic and Subatomic Physics Research
Publication details
- Journal / source
- Angewandte Chemie
- Volume
- 138
- Issue
- 10
- Publication date
- 28 January 2026
- Language
- EN