Ergänzende Regelungen für den Brückenbau – Einwirkungen und Details
Abstract
Abstrakt Die Erfahrungen mit älteren Stahl‐ und Stahlverbundbrücken zeigen, dass die Ermüdungssicherheit bei Nachrechnungen meist nicht nachgewiesen werden kann. Darüber hinaus treten insbesondere in den Fügebereichen, wie Innenrahmen, Aussteifungsschotten und äußeren Aussteifungsdiagonalen, häufig Schäden auf, die auf eine unzureichende Ermüdungsfestigkeit hinweisen. Die Problemstellung ist auf das zum damaligen Zeitpunkt geringe Wissen über ermüdungswirksame Beanspruchungen bei Straßenbrücken und deren Wirkung zurückzuführen – ein Problem, das teilweise bis heute besteht. Vielfach überlagern sich diese Einflüsse mit Einwirkungen und ggf. Vorschädigungen aus unsachgemäß ausgeführten Erhaltungsarbeiten. Damals wie heute werden Einwirkungen aus Erhaltungsarbeiten, z. B. dem Heißeinbau von Belägen, nur unzureichend berücksichtigt. Um hier Verbesserungen einzuführen und zukünftig maschinengeführte Belagsarbeiten großflächig durchführen zu können, wurden nachstehende Regelungen erarbeitet, die Lücken in der Norm schließen und dem Bauherrn bei Entscheidungen zur Durchführung von Erhaltungsmaßnahmen größere Handlungsspielräume eröffnen. Pilotartig wurden diese Vorgaben beim Ersatzneubau der Rahmedetalbrücke an der A 45 umgesetzt.
Fields of Study & Subjects
Structural Engineering and Materials Analysis
Civil and Structural Engineering Research
Fatigue and fracture mechanics
Publication details
- Journal / source
- Bautechnik
- Volume
- 103
- Issue
- 2
- Pages
- 159–166
- Publication date
- 19 January 2026
- Language
- DE