A 45 Talbrücke Rinsdorf – Innovativer Querverschub mit Pfeilern
Abstract
Abstrakt Die Talbrücke Rinsdorf im Zuge der A 45 wurde ab 2017 durch zwei moderne Brücken mit Stahlverbundhohlkastenüberbauten ersetzt. Eine besondere ingenieurtechnische Herausforderung stellte der erforderliche Querverschub des nördlichen, 485 m langen Überbaus einschließlich der bis zu 60 m hohen Pfeiler und Fundamente um rund 20 m dar, um die Endlage der neuen Trasse zu erreichen. Statt eines konventionellen Verschubs des Überbaus auf Hilfsstützen wurde ein innovatives Verfahren gewählt, bei dem das rund 40.000 t schwere Bauwerk auf neu hergestellten Verschubfundamenten inklusive der Pfeiler und Pfeilerfundamente bewegt wurde. Dieses Vorgehen reduzierte Bauzeit, Kosten und Eingriffe in die Umwelt erheblich und erhöhte die Arbeitssicherheit signifikant. Die komplexen Randbedingungen wurden bereits in der Entwurfsbearbeitung vertieft untersucht und in einem detaillierten Lastenheft, das den Vergabeunterlagen beigefügt wurde, zusammengefasst. Die im Zuge der Entwurfsplanung vorgesehene Verschubtechnik basierte auf einem elektrohydraulischen, selbstfahrenden Verschubsystem mit millimetergenauer Steuerung. Im Zuge der weiteren Entwurfsplanung wurde das Verschubsystem systemneutral modifiziert. Die erfolgreiche Umsetzung – mit einem von der ausführenden Firma Strabag angepassten System (SHS‐System) belegt das hohe Potenzial dieses Ansatzes für zukünftige Großbrückenprojekte.
Fields of Study & Subjects
Civil and Structural Engineering Research
Structural Engineering and Materials Analysis
Construction Engineering and Safety
Publication details
- Journal / source
- Beton- und Stahlbetonbau
- Volume
- 121
- Issue
- 2
- Pages
- 161–170
- Publication date
- 29 January 2026
- Language
- DE