Abrasivität von Sandsteinen aus dem Süddeutschen Molassebecken

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Authors: Justin Mattheis, Catharina Drexl, Lilith Fröhlich, Renate Reschetizka, Kurosch Thuro
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References: 7

Abstract

Abstrakt Neben den bereits genutzten Oberjura‐Karbonaten des süddeutschen Molassebeckens stellen die Sandstein‐Horizonte des überlagernden Tertiärs potenzielle mitteltiefe bis tiefe geothermische Reservoire in Bayern dar. Da sich diese in ihren mechanischen Eigenschaften deutlich von den Karbonaten des Oberjura unterscheiden, galt es, sie entsprechend zu untersuchen. Neben der geologisch‐petrografischen Beschreibung von 176 In‐situ‐Proben wurden diese auch hinsichtlich ihrer Fähigkeit, Verschleiß hervorzurufen, also ihrer Abrasivität untersucht. Diese ist für die Bohrkosten bei der Erschließung geothermischer Reservoire von großer Bedeutung, variiert jedoch deutlich je nach petrografischem Aufbau der Gesteine. Mittels Röntgendiffraktometrie (XRD) und Dünnschliffauswertung wurde die Mineralzusammensetzung der Gesteine ermittelt. Mit dem daraus abzuleitenden äquivalenten Quarzgehalt (F ÄQu ) und auch dem CERCHAR‐Versuch wurden Abrasivitätskennwerte bestimmt. Neben dem Anteil an schleißscharfen Mineralen beeinflussen deren Korngröße und die Kornbindung der Gesteine die Abrasivität maßgeblich. Der CERCHAR‐Versuch ist die sinnvollste Methode, um an intakten Felsproben die Abrasivität der Gesteine zu ermitteln. Als Ergänzung und insbesondere, wenn bei Tiefbohrungen keine Kern‐, sondern nur Spülproben genommen werden, ist eine detailliertere Untersuchung der Gesteine hinsichtlich deren mineralogischer Zusammensetzung, der Korngröße und der Kornbindungsstärke zu empfehlen.

Fields of Study & Subjects

CO2 Sequestration and Geologic Interactions Tunneling and Rock Mechanics Hydrocarbon exploration and reservoir analysis

Publication details

Journal / source
geotechnik
Volume
49
Issue
1
Pages
29–39
Publication date
6 January 2026
Language
EN