Semisynthetische Herstellung isotopenmarkierter Ergotalkaloide

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Abstract

Ergotalkaloide (EA) sind toxische sekundäre Stoffwechselprodukte, welche von unterschiedlichen Pilzarten gebildet werden können.In Europa am weitesten verbreitet ist die Pilzart Claviceps purpurea, besser bekannt als purpurbrauner Mutterkornpilz.Dieser befällt wirtschaftlich relevante Süßgräser wie Roggen, Weizen und Gerste.[1,2]Dabei bildet der Pilz nach der Infektion ein hartes, grau bis schwarzes Pilzmyzel, das sogenannte Sklerotium, welches auch als Mutterkorn bekannt ist.Dieses wächst nach erfolgreicher Infektion anstelle des Getreidekorns deutlich sichtbar aus der Ähre heraus (Abb.1a).Vor allem im Mittelalter kam es aufgrund der Kontamination von Broten mit Mutterkorn zu zahlreichen Epidemien, welche Tausenden von Menschen das Leben kostete.[3]Durch die Aufnahme von EA kommt es zu einer Verengung der Blutgefäße, vor allem der äußeren Extremitäten, der Nieren und des Herzmuskels, sowie zu neurologischen Symptomen wie Verwirrtheit und Wahnvorstellungen.Akute Vergiftungen führen dabei häufig zum Herz-oder Atemstillstand, wohingegen chronische Vergiftungen zum Verlust der mangelhaft durchbluteten Extremitäten führen.Heutzutage besteht in Europa für den Endverbraucher jedoch keine akute Gefahr mehr.Optische Sortieranlagen sind in der Lage, Mutterkörner weitestgehend zuverlässig vom gesunden Getreidekorn zu trennen, noch bevor es zur Vermahlung kommt.Allerdings können bei der maschinellen Ernte, beim Transport und beim Verladen Bruchstücke und Abrieb von Sklerotien entstehen.Diese Fragmente lassen sich mit herkömmlichen Sortierungsverfahren nur unzureichend entfernen, wodurch geringe

Fields of Study & Subjects

Microbial Natural Products and Biosynthesis Alkaloids: synthesis and pharmacology Mycotoxins in Agriculture and Food

Publication details

Journal / source
Lebensmittelchemie
Volume
80
Issue
1
Pages
18–23
Publication date
1 February 2026
Language
DE