Ermüdung bei Trägern mit Gurtdickensprung mit und ohne Stegausschnitt – aufbereitetes Bemessungsmodell nach dem Strukturspannungskonzept
Abstract
Abstrakt Zur Bewertung des Ermüdungswiderstands und des Tragverhaltens von geschweißten Trägern mit Gurtdickensprung finden sich aktuell im Eurocode EN 1993‐1‐9 keine aufbereiteten Kerbfälle. Dieses Defizit wird mit der aktuellen Neuauflage dieses Eurocode‐Teils behoben, jedoch nur für den Fall ohne Stegausschnitt. Der Beitrag fasst einleitend die Ergebnisse weiterführender Forschung zu diesem Konstruktionsdetail mit zusätzlichem Stegausschnitt zusammen. Im Detail wird das daraus resultierende aufbereitete Bemessungsmodell nach dem Strukturspannungskonzept vorgestellt, das auch den Sonderfall des alleinigen Stegausschnitts umfasst. Es erlaubt ebenfalls die Anwendung für Gurtdickensprünge ohne Stegausschnitte mit alleinigen Halskehlnähten. Bei der Beurteilung müssen auch die lokalen Spannungserhöhungen infolge begleitender Schubspannungen berücksichtigt werden. Für die vereinfachte baupraktische Anwendung wurden auf Basis umfassender Parameterstudien einfache Regeln erarbeitet, die eine Anwendung des Nennspannungskonzepts erlauben. Dabei erfolgt eine Beschränkung der Nennspannung im Gurt und des maximal erlaubten Gurtdickenverhältnisses t 2 / t 1 . Ein umfangreiches Beispiel zeigt die praktische Anwendung des Bemessungsmodells sowie die erarbeiteten vereinfachten Regeln.
Fields of Study & Subjects
Fatigue and fracture mechanics
Structural Load-Bearing Analysis
Structural Engineering and Materials Analysis
Publication details
- Journal / source
- Stahlbau
- Volume
- 95
- Issue
- 2
- Pages
- 113–138
- Publication date
- 27 January 2026
- Language
- EN