Abwasserbasierte Surveillance von SARS-CoV-2 in Tirol: Ergebnisse aus den Jahren 2021–2023

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Authors: Herbert Oberacher, Beatrice Daleiden, Harald Niederstätter, Anja Weber, Stefan Wildt, Manfred Kaiser, Martin Steinlechner
Cited by: 1
References: 17

Abstract

Zusammenfassung Die Abwasserepidemiologie („wastewater-based epidemiology“, WBE) ermöglicht durch die Analyse von Abwasserproben die Überwachung von Gesundheitsindikatoren in der Bevölkerung mit hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung. Insbesondere während der COVID-19-Pandemie rückte WBE als Informationsquelle für eine umfassende Lagebeurteilung in den Fokus von Wissenschaftlerinnen, Behörden, Entscheidungsträgerinnen und der breiten Öffentlichkeit. In Tirol setzte man bereits sehr früh in der Pandemie auf dieses Surveillance-System. Im Rahmen des Tiroler Abwassermonitoringprogramms wurden ab November 2020 die zeitliche und räumliche Ausbreitung von SARS-CoV‑2 in nahezu der gesamten Tiroler Bevölkerung durch Analyse der Abwasserproben von 43 Kläranlagen überwacht. Bis Ende Juni 2023 wurden von jeder Region 2 bis 7 Proben/Woche ausgewertet. Die Analyse erfolgte in einem akkreditierten Prüflabor. Ergebnisse und Berichte wurden innerhalb von 12–36 h an die zuständigen Einsatzstäbe und Behörden als Grundlage einer umfassenden Lagebeurteilung übermittelt. Die Abwasserepidemiologie fungierte in Tirol als verlässlicher Indikator für Trends und Trendänderungen auf lokaler und überregionaler Ebene und etablierte sich insbesondere nach Wegfall von Testpflichten als letzter „Wachturm“ für eine zuverlässige Einschätzung der Infektionsdynamik.

Fields of Study & Subjects

SARS-CoV-2 detection and testing COVID-19 impact on air quality Fecal contamination and water quality

Publication details

Journal / source
Rechtsmedizin
Publisher
Springer Science and Business Media LLC
Volume
36
Issue
2
Pages
57–65
Publication date
14 January 2026
Language
DE