Sensokognitomotorische Aspekte mit Relevanz für den Krafttransfer auf Gelenke des Bewegungssystems: Teil 1

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Authors: G. Ebenbichler, T. Bochdansky, H. Tilscher
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References: 15

Abstract

Zusammenfassung Die Gewährleistung der optimalen Funktionsfähigkeit des Bewegungsapparats, die für die unterschiedlichen Aktivitäten eines Menschen elementar ist, setzt ein perfektes Zusammenspiel von Knochen, Gelenken, Nervensystem und Muskeln voraus. Die sensokognitomotorische Kontrolle ist die Grundlage dafür und erklärt, wie im Rahmen einer Bewegung Kräfte erzeugt und fein abgestimmt werden, damit die Drehmomente in einem oder mehreren Bewegungssegmenten bzw. Gelenken sowohl die Stabilisierung als auch die Bewegung und das posturale Gleichgewicht einer Person gewährleisten. Ein modernes Verständnis dieser physiologischen Komplexität ist elementar für die manuelle Medizin und das Verständnis der muskuloskeletalen Funktionsmedizin. In zwei Beiträgen sollen wesentliche sensokognitomotorische Funktionen und Strukturen beschrieben werden. Im 1. Teil wird auf die Generierung einer willkürmotorischen Bewegung mit ihren Phasen der Planung und Umsetzung eingegangen. Dabei werden die Programmierung des Willkürbewegungsbefehls sowie die Aktivierung von Muskeln durch das zweite Motoneuron im Motoneuronenpool des Vorderhorns im Rückenmark oder der motorischen Hirnnervenkerne erläutert. Der Fokus dieser Arbeit liegt auf der Darstellung der motorischen Kontrolle aus der Perspektive der Aktivierung der motorischen Einheiten, die im „Drei-Elemente-Modell“ nach Hill im Wesentlichen das kontraktile Element repräsentieren und mit speziellen elektromyographischen Untersuchungstechniken gut monitorisiert werden können.

Fields of Study & Subjects

Biomedical and Chemical Research Muscle activation and electromyography studies Motor Control and Adaptation

Publication details

Journal / source
Manuelle Medizin
Volume
64
Issue
1
Pages
10–17
Publication date
5 January 2026
Language
DE