Sensokognitomotorische Aspekte mit Relevanz für den Krafttransfer auf Gelenke des Bewegungssystems: Teil 2
Abstract
Zusammenfassung Im sensokognitomotorischen System sind die serien- und parallel-elastischen Eigenschaften wichtige Modulatoren im Transfer der im kontraktilen Element erzeugten Kräfte auf die Gelenke. Im 2. Teil zu diesem Thema werden in groben Zügen wesentliche sensokognitomotorische Funktionen und Strukturen abgehandelt, die im „3-Elemente-Modell“ nach Hill den serien- und parallel-elastischen Eigenschaften zuzurechnen sind. Zudem wird die Rolle der Muskelspindeln diskutiert, die in Abhängigkeit von ihren biomechanischen Umgebungsbedingungen im endomysialen Bindegewebe Treiber einer effizienten neuromuskulären Aktivierung und Koordination unter physiologischen Bedingungen sind. Für die manuelle Medizin ist der Bezug zu einem modernen Verständnis der sensokognitomotorischen Grundlagen insofern gegeben, als ein besseres Verständnis von pathologischen Abweichungen und funktionsdiagnostischen Aspekten bei funktionellen und strukturellen Bewegungsstörungen ermöglicht wird. Dadurch können therapeutisch begründete Zielsetzungen für manuelle und physikalische Interventionen zur Herstellung der Normalfunktion bei reversiblen Bewegungsstörungen optimiert und gezielt eingesetzt werden.
Fields of Study & Subjects
Muscle activation and electromyography studies
Biomedical and Chemical Research
Myofascial pain diagnosis and treatment
Publication details
- Journal / source
- Manuelle Medizin
- Volume
- 64
- Issue
- 1
- Pages
- 18–23
- Publication date
- 5 January 2026
- Language
- DE