Kontroverse: Mediale Berichterstattung zu (Niki Glattauers) assistiertem Suizid

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Authors: Stephan W. Sahm
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Abstract

Im September 2025 hat wieder ein Fall eines medial begleiteten assistierten Suizids Aufsehen erregt.Es ist nicht der erste.Nun war es ein österreichisches Wochenblatt, das Schlagzeilen machte.Dort wurde nach dem öffentlich gemachten und vor dem Vollzug annoncierten assistierten Suizid des Autors, Lehrers und Journalisten Niki Glattauer einige Tage eine intensive, manche meinen, hitzige Debatte in Tageszeitungen, sozialen Medien und öffentlichen Rundfunkanstalten geführt.Die drehte sich um die mediale Begleitung seines angekündigten Suizids.Die Debatte ist längst wieder abgeflaut.Ob sie nachhaltige Wirkung haben wird, muss man abwarten.Die Kontroverse in Österreich zeitigt nun eine neuerliche Kontroverse.Im Kern geht es jetzt darum, wie im Nachgang des Tods Niki Glattauers öffentlich debattiert wurde.Es sei in der erwähnten Debatte -nach dem annoncierten assistierten Suizidein Übergewicht konservativer Meinungen verbreitet worden.In ihrer Summe -so meinen der Psychoanalytiker Gianluca Crepaldi und die Palliativärztin Christina Kaneider -ließen sich dahinter versteckte diskursive Strategien vermuten, die es aufzudecken gelte. 1 Die Kritiker der Kritiker der medialen Verbreitung eines assistierten Suizids vernehmen nicht Argumente, sie vermuten vielmehr strategisches Wirken.Unter diskursiven Strategien verstehen Crepaldi und Kaneider rhetorische Figuren, Framings und Narrative, die nicht durch Empirie bzw.

Fields of Study & Subjects

Suicide and Self-Harm Studies Journalism and Media Studies Media Studies and Communication

Publication details

Journal / source
Ethik in der Medizin
Volume
38
Issue
2
Pages
349–353
Publication date
20 January 2026
Language
DE