Neuroethik – eine Bestandsaufnahme und ein Blick in die Zukunft

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Authors: Bert Heinrichs, Dilara Diegelmann, Orsolya Friedrich, Jan-Hendrik Heinrichs, Philipp Kellmeyer, Vince I. Madai, Sekina Mandelartz, Sebastian Nähr-Wagener, Stella Namuganza, Kerstin Ritter, Sebastian Schleidgen
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Abstract

Zusammenfassung In diesem Beitrag präsentieren wir eine Bestandsaufnahme der Neuroethik. Anknüpfend an eine frühere Arbeit (Müller et al. 2018) markieren wir Kontinuitäten und beleuchten zentrale neue Entwicklungen. Insbesondere zeigen wir auf, dass die Neuroethik teilweise mit neuen inhaltlichen Herausforderungen konfrontiert ist, etwa durch das Zusammenspiel von Neurotechnologien und Künstlicher Intelligenz (KI). Darüber hinaus spielt die Frage des Umgangs mit Diversität eine wachsende Rolle: Die Neuroethik reflektiert zunehmend, inwiefern bestimmte gesellschaftliche Gruppen in der Forschung und im ethischen Diskurs unter- bzw. überrepräsentiert sind und welche blinden Flecken sich daraus ergeben. Damit verbunden wird eine globale Perspektive, die kulturelle Pluralität angemessen in Rechnung stellt, für die Neuroethik zunehmend bedeutsam. Abschließend weisen wir auf bestehende und neue Formen der Institutionalisierung und Vernetzungen hin, mit denen die scientific community auf diese Herausforderungen reagiert. Wir plädieren dafür, dass die Neuroethik verstärkt auf inklusive und partizipative Forschungskonzepte setzt.

Fields of Study & Subjects

Neuroethics Human Enhancement Biomedical Innovations Ethics in Clinical Research Ethics and bioethics in healthcare

Publication details

Journal / source
Ethik in der Medizin
Volume
38
Issue
2
Pages
261–274
Publication date
9 February 2026
Language
DE