Wenn Daten Hygiene lernen

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Authors: Markus Wallner
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Abstract

Zusammenfassung Nosokomiale bzw. Healthcare-assoziierte Infektionen betreffen rund sechs Prozent aller Krankenhausaufenthalte in Österreich. Häufig sind Harnwegs‑, Atemwegs- und postoperative Wundinfektionen; ihr volkswirtschaftlicher Schaden wird konservativ im dreistelligen Millionenbereich pro Jahr geschätzt. Moderne Surveillance entwickelt sich von manuellen Tabellen zu automatisierten, teils KI-gestützten Systemen, die Labor‑, Bewegungs- und Patientendaten verknüpfen und Infektionsketten in (nahezu) Echtzeit erkennen. Technologien wie Machine Learning, Internet-of-Things(IoT)-Sensorik und Schnelltypisierung erweitern das Spektrum der Prävention. Sie ersetzen jedoch nicht die klinische Expertise von Hygieneteams und Behandlern. Integration, Datenqualität, Transparenz und klar definierte Eskalationswege sind zentrale Erfolgsfaktoren. Surveillance ist dabei nicht primär Kontrollinstrument, sondern Werkzeug geteilter Verantwortung und ein wesentliches Element lernender Organisationen im Gesundheitswesen.

Fields of Study & Subjects

Infection Control in Healthcare Data-Driven Disease Surveillance Healthcare Technology and Patient Monitoring

Publication details

Journal / source
Wiener klinisches Magazin
Volume
29
Issue
1-2
Pages
4–8
Publication date
14 January 2026
Language
DE