Palliative Therapie und neue Therapiekonzepte bei Keimzelltumoren

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Authors: Anja Lorch
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Abstract

Zusammenfassung Trotz exzellenter Heilungsraten in der Erst- und Salvage-Therapie entwickeln einzelne Patienten mit Keimzelltumoren (KZT) eine progrediente Erkrankung selbst nach intensivierter Therapie mittels Hochdosis-Chemotherapie (HDCT). Für die therapierefraktäre Erkrankungssituation existiert kein etablierter Standard, die Prognose der Patienten ist i. d. R. ungünstig und eine dauerhafte Remission sehr selten, das Therapiekonzept palliativ. Gemcitabin-basierte Kombinationen stellen derzeit weiterhin die wichtigste systemische Option dar. Immuncheckpointinhibitoren zeigten in verschiedenen Studien keine relevante Wirksamkeit. Auch klassische Targeted-Therapien wie Multi-Tyrosinkinase- oder mTOR-Inhibitoren sind in den meisten Fällen ineffektiv. Einzelne neue Ansätze, wie CD30-gerichtete Antikörper-Wirkstoff-Konjugate sowie insbesondere Claudin-6-gerichtete Chimeric-Antigen-Receptor(CAR)-T-Zell-Therapien, bieten jedoch erste Hinweise auf klinische Aktivität und neue Perspektiven. Der klinische Stellenwert dieser neuen Ansätze ist derzeit Gegenstand von Studien.

Fields of Study & Subjects

Testicular diseases and treatments CAR-T cell therapy research Cancer Immunotherapy and Biomarkers

Publication details

Journal / source
Die Onkologie
Volume
32
Issue
4
Pages
380–386
Publication date
6 February 2026
Language
DE