Integrative Prävention in Deutschland: Sinnstiftende Arbeit, kurze Lebensmittelketten und vollwertige Ernährungsumwelten – narrative Übersicht mit Implementierungspfad
Abstract
Zusammenfassung Hintergrund Psychische und kardiometabolische Erkrankungen treiben Morbidität, Mortalität und Kosten. Wir skizzieren einen sektorenübergreifenden Präventionspfad, der sinnstiftende Arbeit (inklusive Individual Placement and Support, IPS), kurze Lebensmittelketten (Short Food Supply Chains, SFSC) und vollwertige Ernährungsumwelten verbindet. Methode Wir führten eine narrative Übersicht für den Zeitraum 2010 bis August 2025 durch und priorisierten (Umbrella‑)Reviews, Leitlinien sowie große prospektive Studien. Die Evidenz wurde anhand transparenter, vorab definierter Kriterien gewichtet. Ergebnisse Der IPS erhöht robust die Beschäftigungsraten gegenüber herkömmlichen Maßnahmen; sinnstiftende, wohnortnahe Tätigkeiten stützen Selbstwirksamkeit, Zugehörigkeit und Genesung. Hohe Exposition gegenüber hochverarbeiteten Lebensmitteln (Ultra-Processed Food, UPF) ist konsistent mit ungünstigen Endpunkten assoziiert; vollwertige, minimal verarbeitete Lebensmittel und Vollkorn gehen mit protektiven Markern einher. SFSC stärken Zugang, Transparenz und soziale Kohäsion; Umwelt- und Kostenwirkungen sind kontextabhängig. Schlussfolgerung Die Kombination aus IPS, SFSC und vollwertigen Ernährungsumwelten ist ein skalierbarer, evaluierbarer Präventionspfad mit Co-Benefits für Gesundheit, Teilhabe, Region und Umwelt; Medienformate („Entertainment-Education“) können Sichtbarkeit und Nutzung flankieren.
Fields of Study & Subjects
Consumer Attitudes and Food Labeling
Nutrition
Genetics
and Disease
Consumer behavior in food and health
Publication details
- Journal / source
- Prävention und Gesundheitsförderung
- Publication date
- 8 January 2026
- Language
- DE