Takotsubo-Syndrom: Kann die Grundlagenwissenschaft helfen?

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Authors: Bastian Bruns, Norbert Frey, Johannes Backs
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References: 29

Abstract

Das Takotsubo-Syndrom (TTS) ist eine Stress-assoziierte akute Herzinsuffizienz, die mit dem klinischen Bild eines akuten Myokardinfarkts einhergeht. Man vermutet, dass erhöhte Katecholaminspiegel in der Pathogenese eine zentrale Rolle spielen. Trotz zumeist rascher Erholung der systolischen linksventrikulären Funktion besteht abhängig vom klinischen Risikoprofil oft eine eingeschränkte Akut- und/oder Langzeitprognose. Eine Pathophysiologie-orientierte Therapie gibt es bislang nicht, da evidenzbasierte Strategien fehlen. Die Grundlagenforschung hat jedoch Mechanismen identifiziert, die über eine reine Katecholaminhypothese hinausgehen. Das umfasst beispielsweise eine apikale β2-Adrenozeptor-vermittelte myokardiale Inhibition, eine mikrovaskuläre, mitochondriale oder metabolische Dysfunktion sowie die myokardiale Inflammation. In einem translationalen Ansatz wird – basierend auf experimentellen Daten – aktuell beispielsweise eine Therapie im Akutsetting durch die Inhibition des Calcineurinsignalwegs als Treiber des TTS in einer randomisierten doppelblinden Phase-II-Studie untersucht. Dieser Beitrag diskutiert beispielhaft, wie die Grundlagenforschung gerade bei der Identifikation wichtiger Aspekte der Pathophysiologie und Translation kausaler Therapiestrategien helfen kann.

Fields of Study & Subjects

Takotsubo Cardiomyopathy and Associated Phenomena Viral Infections and Immunology Research Psychosomatic Disorders and Their Treatments

Publication details

Journal / source
Die Kardiologie
Volume
20
Issue
2
Pages
147–152
Publication date
24 February 2026
Language
DE