Aneignung des Islams als Sozialisation zwischen Familie und Moschee

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Authors: Friederike Müller
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Abstract

Zusammenfassung Der Islam als größte Minderheitenreligion in Deutschland und Europa erfährt seit Jahrzehnten gesellschaftliche, politische sowie wissenschaftliche Aufmerksamkeit. Insbesondere die ursprünglich als Gebetsräume für die Gastarbeiter eingerichteten und sich über Jahrzehnte zu umfangreichen religiösen Gemeinden entwickelten Moscheevereine geraten in den Fokus der Debatten. Dem mehrheitsgesellschaftlichen Diskurs nach würden Moscheen tendenziell anti-westliche und anti-demokratische Narrative vermitteln und die Gläubigen diese unhinterfragt übernehmen. Dabei wird vernachlässigt, dass für die Herausbildung eines religiösen Verständnisses verschiedene Erfahrungsräume sowie die Handlungsmacht des Subjekts von Bedeutung sind. Das rekonstruiert der vorliegende Beitrag anhand des Falles eines Muslims, dessen Familie eine türkische Einwanderungsgeschichte aufweist und seit drei Generationen in Deutschland lebt. Unter Verwendung des rekonstruktionslogischen Interpretationsverfahrens der Objektiven Hermeneutik lässt sich zeigen, wie die familiäre und Moscheesozialisation miteinander verflochten sind und dass unter bestimmten Bedingungen positive Ressourcen für den Bildungsprozess des Subjekts bereitgestellt werden.

Fields of Study & Subjects

Religion Theology and Education Religion and Society Interactions Religious Education and Schools

Publication details

Journal / source
Zeitschrift für Religion Gesellschaft und Politik
Volume
9
Issue
2
Pages
759–781
Publication date
12 February 2026
Language
DE