Sexuelle Gesundheit nach pelviner Bestrahlung gynäkologischer Tumoren

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Authors: Kathrin Kirchheiner
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Abstract

Zusammenfassung Sexuelle Gesundheit ist ein zentraler Bestandteil der radioonkologischen Betreuung. Nach pelviner Bestrahlung gynäkologischer Tumoren treten häufig vaginale Veränderungen auf, die Sexualität und Intimität beeinträchtigen können. Dazu gehören Schleimhautatrophie, vaginale Trockenheit, Teleangiektasien, Adhäsionen und Vaginalstenosen, deren Ausprägung von der individuellen Gewebsreaktion und Strahlendosis abhängt. Empfohlen werden wasserbasierte Gleitmittel, vaginale Feuchtigkeitsgels und lokale Östrogensubstitution bei nicht hormonsensitiven Tumoren. Zur Prävention von Verklebungen, Verwachsungen und Stenosen dienen konsequente Vaginalpflege und regelmäßige Dehnung, meist mit Dilatatoren. Vibratoren können eine akzeptablere Alternative darstellen, da sie sowohl Dehnung als auch Durchblutung und sensorische Aktivierung unterstützen. Ein Rückgang des sexuellen Interesses ist häufig und meist reversibel. Achtsame Selbstexploration, offene Kommunikation und bei Bedarf sexualtherapeutische Unterstützung fördern das Wiedererlangen von Körpervertrauen und Intimität.

Fields of Study & Subjects

Sexual function and dysfunction studies Endometrial and Cervical Cancer Treatments Women's cancer prevention and management

Publication details

Journal / source
Gynäkologie in der Praxis
Volume
36
Issue
1
Pages
8–11
Publication date
6 February 2026
Language
DE