Politische Meinungsbildung von Kindern im Heimatkundeunterricht der ersten vier Schuljahre der Volksschule zur Zeit des Nationalsozialismus

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Authors: Isabel Grollmus
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Abstract

Zusammenfassung Die Volksschule war in der Zeit des Nationalsozialismus (1933–1945) in Deutschland neben dem Elternhaus und der Hitler-Jugend die Erziehungsinstanz, durch die eine pädagogische Einflussnahme sowie die Erziehung und Sozialisation der heranwachsenden Generation im Sinne der vorherrschenden Ideologie erfolgten. In den ersten vier Schuljahren spielten dabei der Heimatkundeunterricht als Vorgänger-Konzeption des heutigen Sachunterrichts und seine gesamtunterrichtliche Konzeption eine zentrale Rolle, in dessen Zusammenhang er mit dem Deutschunterricht ein Ganzes bildete. Der Beitrag geht der Frage nach, wie durch Lehr- und Lernmaterialien des Faches die politische Meinungsbildung forciert wurde. Die Schulbuchforschung zeigt mithilfe eines etwa 150 Primärquellen umfassenden Quellenkorpus, dass der Heimatkundeunterricht politisch instrumentalisiert und ideologisch überformt wurde. Gleichzeitig macht die Analyse deutlich, dass ein nicht zu unterschätzender Sachkern des Heimatkundeunterrichts bewahrt wurde.

Fields of Study & Subjects

Educator Training and Historical Pedagogy German legal social and political studies Central European national history

Publication details

Journal / source
Zeitschrift für Grundschulforschung
Volume
19
Issue
1
Pages
137–150
Publication date
3 January 2026
Language
DE