Politische Meinungsbildung von Kindern im Heimatkundeunterricht der ersten vier Schuljahre der Volksschule zur Zeit des Nationalsozialismus
Abstract
Zusammenfassung Die Volksschule war in der Zeit des Nationalsozialismus (1933–1945) in Deutschland neben dem Elternhaus und der Hitler-Jugend die Erziehungsinstanz, durch die eine pädagogische Einflussnahme sowie die Erziehung und Sozialisation der heranwachsenden Generation im Sinne der vorherrschenden Ideologie erfolgten. In den ersten vier Schuljahren spielten dabei der Heimatkundeunterricht als Vorgänger-Konzeption des heutigen Sachunterrichts und seine gesamtunterrichtliche Konzeption eine zentrale Rolle, in dessen Zusammenhang er mit dem Deutschunterricht ein Ganzes bildete. Der Beitrag geht der Frage nach, wie durch Lehr- und Lernmaterialien des Faches die politische Meinungsbildung forciert wurde. Die Schulbuchforschung zeigt mithilfe eines etwa 150 Primärquellen umfassenden Quellenkorpus, dass der Heimatkundeunterricht politisch instrumentalisiert und ideologisch überformt wurde. Gleichzeitig macht die Analyse deutlich, dass ein nicht zu unterschätzender Sachkern des Heimatkundeunterrichts bewahrt wurde.
Fields of Study & Subjects
Educator Training and Historical Pedagogy
German legal
social
and political studies
Central European national history
Publication details
- Journal / source
- Zeitschrift für Grundschulforschung
- Volume
- 19
- Issue
- 1
- Pages
- 137–150
- Publication date
- 3 January 2026
- Language
- DE