Die Konstruktion von Schwangerschaft und Geburt durch Instagram

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Authors: Yvonne Gacki, Mirjam Peters, Ute Lange
Cited by: 0
References: 29

Abstract

Zusammenfassung Hintergrund Soziale Medien können Schwangere durch die Interaktion stärken, aber auch psychische Risiken, z. B. durch die Vermittlung von Schönheitsidealen, erhöhen. Inhalte beeinflussen die Informations- und Entscheidungsfindung sowie Geburtspräferenzen. Schwangerschaft wird auf Instagram idealisiert dargestellt, soziokulturelle Aspekte geraten in den Hintergrund. Ziele/Forschungsfrage Untersucht wird, wie die Nutzung von Instagram (Meta Platforms, Menlo Park/CA, USA) in der Schwangerschaft erlebt und einverleibt wird, um zu verstehen, wie Schwangerschaft und Geburt durch Instagram geformt und (neu) verstanden werden. Methodik Sechs leitfadengestützte Interviews wurden kontrastiv-komparativ analysiert und homologe Orientierungsmuster bzw. soziale Sinnstrukturen erschlossen. Ergebnisse Instagram prägt Erwartungen, Entscheidungen und Erfahrungen emotional. Inhalte erscheinen verstärkt und kontrastierend zwischen gut und schlecht, real und idealisiert sowie passiv und aktiv. Beschreiben lassen sich drei flexible Rezeptionstypen: praktisch-professionell, praktisch-unterhaltend und visionär-wünschend. Diskussion/Schlussfolgerung Instagram in der Schwangerschaft hat ambivalente Effekte, da idealisierte Darstellungen negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit haben und wertvolle Informationen unterstützend bei der Entscheidungsfindung wirken können. Gesundheitsfachpersonal muss Strategien entwickeln, mit den neuen Identitäten der Nutzer*innen professionell umzugehen und den eigenen Instagram-Auftritt reflektieren.

Fields of Study & Subjects

Social Media in Health Education Impact of Technology on Adolescents Maternal Mental Health During Pregnancy and Postpartum

Publication details

Journal / source
Zeitschrift für Hebammenwissenschaft
Volume
14
Issue
1
Pages
3–10
Publication date
16 January 2026
Language
DE