Gezielte additive Förderung im Anschluss an die Einschulungsuntersuchung in Baden-Württemberg

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Authors: Bianca Strohmaier, Wenke Möhring
Cited by: 1
References: 20

Abstract

Zusammenfassung: Hintergrund: In der vorliegenden Studie wurden Kinder mit diagnostiziertem Förderbedarf in den Bereichen Sprache und Mathematik im Anschluss an die Einschulungsuntersuchung (ESU) in Baden-Württemberg additiv und gezielt gefördert. Ziel war die Überprüfung der Wirksamkeit einer langfristigen, kleingruppengestützten Förderung in Kindertageseinrichtungen. Methoden: Die Förderung erfolgte über einen Zeitraum von 15 Monaten in Kleinstgruppen (2–3 Kinder) mit hoher zeitlicher Intensität. Ergänzend wurden qualitative Daten aus Elterninterviews und standardisierten Befragungen von Erzieher_innen erhoben. Ergebnisse: Die Kinder zeigten signifikante Zugewinne in den numerischen Kompetenzen (Effektstärke: r = .65), während sich im sprachlichen Bereich keine signifikanten Gruppenunterschiede feststellen ließen – mit Ausnahme individueller Verbesserungen. In der qualitativen Auswertung zeigten sich deutliche Unterschiede in der Bewertung: Eltern berichteten überwiegend positive Effekte, Fachkräfte betonten organisatorische Herausforderungen. Diskussion: Die Ergebnisse liefern Hinweise auf Potenziale und Grenzen intensiver, ESU-basierter Fördermaßnahmen. Zugleich verdeutlichen sie den Bedarf an strukturellen Voraussetzungen für eine nachhaltige Implementierung in der frühen Bildungspraxis.

Fields of Study & Subjects

Early Childhood Education and Development Cognitive and developmental aspects of mathematical skills Education Methods and Technologies

Publication details

Journal / source
Lernen und Lernstörungen
Publisher
Hogrefe Publishing Group
Volume
15
Issue
3
Pages
121–130
Publication date
11 May 2026
Language
DE