Urogynäkologische Basisdiagnostik

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Authors: Julia von Schell, Markus Hübner
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Abstract

All articles of this category (opens in new window) In Zeiten des demografischen Wandels nehmen urogynäkologische Krankheitsbilder zu; der verursachte Leidensdruck und die Einschränkung der Lebensqualität können enorm sein. Es ist essenziell, vor Therapieeinleitung eine urogynäkologische Basisdiagnostik durchzuführen. Diese kann in den meisten Fällen in die gynäkologische Routinesprechstunde integriert werden und ist in der Regel wenig zeitintensiv sowie ohne spezielles Equipment durchführbar. Kernaussagen Die urogynäkologische Basisdiagnostik ist in der Regel einfach in die Routinesprechstunde zu integrieren. Die Basisdiagnostik umfasst in erster Linie Anamnese, urogynäkologische Untersuchung, Urinanalyse und Sonografie. Eine dezidierte Anamnese führt in vielen Fällen bereits zu einer korrekten (Verdachts-)Diagnose. Ein Miktionstagebuch und spezifische Fragebogen können ggf. hilfreich sein. Die klinische Untersuchung umfasst die Inspektion des äußeren Genitales, eine Spekulumuntersuchung, eine Palpation und einen Husten-Stresstest. Bei der Spekulumuntersuchung werden – mit geteilten Spekula – alle 3 Kompartimente für sich betrachtet nach dem POP-Q-System klassifiziert, und das Vaginalepithel wird beurteilt. Auch erstgradige Senkungszustände können symptomatisch sein. Nur in speziellen Situationen ist es notwendig, eine Zystoskopie oder Urodynamik zu ergänzen. Ebenso ist eine weiterführende Bildgebung (MR-Defäkografie, konventionelle Defäkografie) in seltenen Fällen indiziert.

Fields of Study & Subjects

Pelvic floor disorders treatments Urinary Bladder and Prostate Research Gynecological conditions and treatments

Publication details

Journal / source
Frauenheilkunde up2date
Volume
20
Issue
01
Pages
85–99
Publication date
1 February 2026
Language
DE