Reisemedizinische Aspekte bei Personen mit HIV-Infektion
Abstract
Dank der heute verfügbaren antiretroviralen Therapie (ART), die Beschwerdefreiheit und eine normale Lebenserwartung ermöglichen kann, planen auch immer mehr Menschen mit HIV-Infektion Reisen in alle Welt. Eine gut kontrollierte HIV-Infektion stellt dafür kein Hindernis dar. Ebenso wie bei Menschen ohne HIV, ist es jedoch sinnvoll und empfehlenswert, je nach Reiseziel eine gezielte reisemedizinische Beratung in Anspruch zu nehmen. Kernaussagen Eine unter ART (antiretrovirale Therapie) gut kontrollierte HIV-Infektion stellt grundsätzlich kein Hindernis für Reisen dar, auch nicht in tropische oder medizinisch unterversorgte Regionen. Eine reisemedizinische Beratung sollte bei jeder Reise systematisch erfolgen, um Impfschutz, Medikamentenmanagement und spezielle Risiken individuell abzuklären. Im Zuge der Reiseberatung sollte auch die Empfehlung zum Abschluss einer privaten Auslandskrankenversicherungen ausgesprochen werden. Bei HIV-Neudiagnose sollten Reisen erst nach stabiler Einstellung unter ART erfolgen, insbesondere bei fortgeschrittener Immunsuppression. Reiseimpfungen müssen individuell abgestimmt werden, insbesondere bei Lebendimpfstoffen, die bei CD4
Fields of Study & Subjects
Travel-related health issues
HIV/AIDS Research and Interventions
HIV/AIDS drug development and treatment
Publication details
- Journal / source
- Reisemedizin up2date
- Volume
- 03
- Issue
- 01
- Pages
- 49–62
- Publication date
- 1 February 2026
- Language
- DE