Intensivmedizinische Herausforderungen nach Operationen mit Herz-Lungen-Maschine
Abstract
All articles of this category (opens in new window) Herzoperationen unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine sind mit erheblichen pathophysiologischen Veränderungen verbunden. Die postoperative intensivmedizinische Betreuung erfordert ein fundiertes Verständnis der komplexen Pathophysiologie sowie möglicher Komplikationen und eine gute Zusammenarbeit zwischen Herzchirurgie, Intensivmedizin, Kardioanästhesie und Kardiotechnik. Kernaussagen Die Herz-Lungen-Maschine (HLM) ersetzt temporär Herz- und Lungenfunktion, führt jedoch durch Blutkontakt mit Luft und künstlichen Oberflächen zu Entzündungsreaktionen, Gerinnungsstörungen und Mikrozirkulationsstörungen, die den postoperativen Verlauf mitbestimmen. Das rasche Erkennen und Behandeln typischer herzchirurgischer Komplikationen ist eine der wichtigsten Aufgaben der Intensivmedizin nach Operationen an der HLM. Fundierte Kenntnisse in der Beurteilung der Hämodynamik und in der Echokardiografie (TTE und TEE) sind unabdingbare Skills. ERAS-Konzepte (Enhanced Recovery After Surgery), bereits intraoperative multimodale Analgesie und angepasste Sedation sind essenziell für eine frühzeitige Extubation und einen kurzen Aufenthalt auf der Intensivstation. Die herzchirurgische Intensivmedizin ist eine Teamaufgabe. Nur durch eine optimale Zusammenarbeit und aufeinander abgestimmte Therapiekonzepte zwischen Herzchirurgie, Kardioanästhesie, Kardiotechnik, Intensivpflege und Intensivmedizin kann ein optimales Outcome der Patienten sichergestellt werden.
Fields of Study & Subjects
Cardiac and Coronary Surgery Techniques
Hemodynamic Monitoring and Therapy
Mechanical Circulatory Support Devices
Publication details
- Journal / source
- Intensivmedizin up2date
- Volume
- 22
- Issue
- 01
- Pages
- 73–94
- Publication date
- 1 February 2026
- Language
- DE