Hörgeräteanpassung: Unterversorgung bei schwerhörenden Kindern vermeiden

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Abstract

Für die Einstellung von Hörgeräten gibt es sog. Anpassformeln, mit denen man den Verstärkungsbedarf in den Hörfrequenzbereichen gemäß ermittelter Hörschwellen und Unbehaglichkeitsschwellen berechnen kann. Die daraus resultierende sog. Zielverstärkung möglichst genau zu treffen, d. h. nicht zu viel und v. a. nicht zu wenig Verstärkung einzustellen, ist die Kunst der Hör- und Pädakustiker. Fazit Insgesamt sind die Studienergebnisse ein starkes Argument für eine ausreichende Verstärkung mit SII-Werten möglichst nahe an 100 %, denn nur was man Kinderohren an Sprache anbietet, können sie auch lernen. Und bei geringgradigen und mittelgradigen Hörverlusten lohnt auf jeden Fall der erhöhte Aufwand für die Anpassung, um möglichst dicht an die von der Anpasssoftware berechneten Zielverstärkungen heranzukommen. Doch bei SII-Werten unter 75 % lohnt sich der Aufwand nicht und allerspätestens bei SII-Werten unter 50 % sollte man besser die Indikation zu Cochlea-Implantaten stellen. Publication History Article published online: 03 March 2026 © 2026. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straߟe 50, 70469 Stuttgart, Germany

Fields of Study & Subjects

Hearing Loss and Rehabilitation Hearing Impairment and Communication Ear Surgery and Otitis Media

Publication details

Journal / source
Sprache · Stimme · Gehör
Volume
50
Issue
01
Pages
10–11
Publication date
1 March 2026
Language
DE