Hautveränderungen bei Neugeborenen – Teil 1
Abstract
Die Mehrzahl der Hautveränderungen bei Neugeborenen ist physiologisch oder transient, nur ein kleiner Teil weist auf eine infektiöse, genetische oder syndromale Erkrankung hin. In Teil 1 dieses Beitrags wird ein Überblick über papulopustulöse, vesikulöse und blasige Hautveränderungen bei Neugeborenen gegeben, in Teil 2 folgen dann lokalisierte Pigmentveränderungen, vaskuläre Hautveränderungen, sowie kongenitale Fehlbildungen und Infiltrate. Kernaussagen Hautveränderungen gehören zu den häufigsten klinischen Beobachtungen im frühen Neugeborenenalter. Die Mehrzahl dieser Läsionen ist physiologisch oder transient und spiegelt Anpassungsvorgänge der unreifen Haut an die extrauterine Umgebung wider. Nur ein kleiner Teil weist auf infektiöse, genetische oder syndromale Erkrankungen hin, die eine weiterführende Diagnostik erfordern. Bei papulopustulösen Hautveränderungen ist an das Erythema toxicum, die transiente neonatale pustulöse Melanose und die neonatale cephale Pustulose zu denken. Weitere Differenzialdiagnosen bei papulösen Hautveränderungen sind Miliaria rubra, Milien und Talgdrüsenhyperplasie. Zu den vesikulösen Hautveränderungen zählen Miliaria cristallina und der neonatale Herpes simplex. Zu blasigen Hautveränderungen kommt es bei Saugblasen, Staphylococcal Skin Syndrome und Epidermolysis bullosa.
Fields of Study & Subjects
Neonatal skin health care
Genetic and rare skin diseases.
Dermatology and Skin Diseases
Publication details
- Journal / source
- Neonatologie Scan
- Volume
- 15
- Issue
- 01
- Pages
- 53–62
- Publication date
- 25 February 2026
- Language
- DE