Isolierungsmaßnahmen in Krankenhäusern: Ein Überblick

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Authors: Philipp Warnke, Andreas Podbielski
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Abstract

All articles of this category (opens in new window) Die Kontrolle von Infektionen ist eine der größten Herausforderungen im Krankenhausalltag. Durch die strikte Umsetzung von Isolierungsmaßnahmen lassen sich nosokomiale Infektionen effektiv eindämmen. Dieser Artikel beleuchtet detailliert die verschiedenen Isolierungsmaßnahmen, darunter Barrierepflege, Kontakt- bzw. Quellenisolation und Umkehrisolation, und erläutert die entsprechenden bundesweiten Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) sowie die Umsetzung lokaler Hygieneordnungen. Kernaussagen Isolierungsmaßnahmen in Krankenhäusern dienen der effektiven Verhinderung der Übertragung von Krankheitserregern und tragen wesentlich zur Sicherheit von Patienten, medizinischem Personal und Besuchern bei. Sie gehen dafür in Umfang und Intensität deutlich über die Basishygienemaßnahmen hinaus. Es werden verschiedene Isolierungsmaßnahmen unterschieden, die unterschiedlich stark Einfluss auf den Alltag von Patienten sowie medizinischem Personal nehmen und mit unterschiedlich hohem ökonomischem Aufwand verknüpft sind. Barrierepflege, Kontakt- bzw. Quellenisolation und Umkehrisolation sind Beispiele für gängige Maßnahmen im Klinikalltag. Isolierungsmaßnahmen müssen anhand der zur Diskussion stehenden Erreger und des Schutzzieles spezifisch gewählt werden. Die Virulenz der übertragbaren Erreger, deren Therapierbarkeit und als Teil davon phänotypische wie auch genotypische Resistenzeigenschaften werden hierbei berücksichtigt, aber auch Übertragungswahrscheinlichkeiten, -wege, die Schwere der möglicherweise ausgelösten Erkrankungen und die Abwehrlage der exponierten Personen. Kontaktübertragungen und aerogene Übertragungen von Erregern sind die Hauptübertragungswege. Andere Übertragungswege, wie iatrogene, vektorgebundene oder wasserassoziierte, sind Unterformen dieser beiden und im Klinikalltag deutlich seltener anzutreffen. Eine konsequente Einhaltung der Basishygiene, insbesondere der Händehygiene, ist Grundlage aller Maßnahmen und entscheidend für den Erfolg sämtlicher Präventionsmaßnahmen. Eine offene, transparente Information von Mitarbeitern, Patienten und Angehörigen über die Gründe und den Ablauf der Isolierung ist essenziell, um die Akzeptanz und den Erfolg der Maßnahmen zu fördern. Publication History Article published online: 09 February 2026 © 2026. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany

Fields of Study & Subjects

Infection Control in Healthcare Nosocomial Infections in ICU Infection Control and Ventilation

Publication details

Journal / source
Allgemein- und Viszeralchirurgie up2date
Volume
20
Issue
01
Pages
17–29
Publication date
1 February 2026
Language
DE