Interventionelle Therapieverfahren bei Herzfehlern – Altbewährtes und neue Aspekte
Abstract
Zusammenfassung Seit fast 30 Jahren haben sich die Herz-Katheter-Interventionen als valide Behandlungsoption einen festen Platz in der Behandlung von Kindern mit angeborenen Herzfehlern bewährt. Septale Defekte und atypische Gefäßverbindungen als häufigste Vitien sind häufig interventionell kurativ behandelbar, mit zunehmenden Behandlungsoptionen auch für den technisch anspruchsvolleren Verschluss von Ventrikelseptumdefekten. Ferner haben Ballondilatationen von Pulmonal- und Aortenklappenstenosen sowie kathetergestützte Angioplastien zur Behandlung von Gefäßstenosen seit Langem einen festen Platz im interventionellen Repertoire. Die stetige Weiterentwicklung der Katheterisierungstechniken und der verwendeten Materialien erlauben heute weitere minimalinvasive Eingriffe als Alternative zu den oft belastenden Herzoperationen: Einsatz von Stents in den rechtsventrikulären Ausflusstrakt, Implantation von Herzklappen mit Kathetertechnik, Kreation und Verstetigung von restriktiven Vorhofseptumdefekten zur Entlastung schwer belasteter Herzkammern. Die Hybridintervention schließlich vereint Operation und Intervention in einem Eingriff, um die individuellen Behandlungsmöglichkeiten bei oft komplexen Vitien oder wiederholt voroperierten Patienten zu optimieren.
Fields of Study & Subjects
Congenital Heart Disease Studies
Cardiovascular and Diving-Related Complications
Cardiovascular Conditions and Treatments
Publication details
- Journal / source
- Kinder- und Jugendmedizin
- Volume
- 26
- Issue
- 01
- Pages
- 38–51
- Publication date
- 1 February 2026
- Language
- DE