Soziale Verbundenheit und gesunde Beziehungen

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Authors: S. Köhler
Cited by: 1
References: 43

Abstract

Zusammenfassung Soziale Beziehungen sind ein zentrales menschliches Grundbedürfnis und ein wesentlicher Schutzfaktor gegen Depression, Angst, Suizidalität sowie körperliche Erkrankungen. Entscheidend ist nicht die Anzahl, sondern die Qualität der Kontakte, geprägt durch Vertrauen, emotionale Sicherheit und Reziprozität. Einsamkeit hingegen erhöht nachweislich das Risiko für psychische und somatische Erkrankungen, fördert Entzündungsprozesse und steigert die Mortalität. Therapeutische Ansätze wie CBASP (Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy), Schematherapie oder Open Dialogue integrieren gezielt soziale Verbundenheit in die Behandlung. Prävention, psychiatrische Versorgung und gesellschaftliche Strategien sollten diesen Faktor aktiv fördern – etwa durch Gruppenangebote, Angehörigenarbeit oder „Social Prescribing“. Denn ohne tragfähige, erfüllende soziale Beziehungen verliert die beste Therapie an Wirkkraft – und Gesundheit, in all ihren Facetten, bleibt unvollständig.

Fields of Study & Subjects

Health psychology and well-being Psychology Coaching and Therapy Attachment and Relationship Dynamics

Publication details

Journal / source
Nervenheilkunde
Publisher
Georg Thieme Verlag KG
Volume
45
Issue
03
Pages
146–154
Publication date
1 March 2026
Language
DE