Johannes-Wenner-Forschungspreis 2025: Überdruck-induzierte zelluläre Schädigung des fetalen Lungenepithels

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Abstract

Frühgeborene bilden die größte Kinderpatientengruppe in Deutschland. Jedes zehnte Kind wird zu früh geboren und benötigt medizinische und oft auch intensivmedizinische Unterstützung. Überlebensentscheidend für ein Frühgeborenes ist das Ausmaß der Lungenreife, da sich die Lunge erst relativ spät in der Embryonalentwicklung vollständig ausbildet. Durch die Unterbrechung der Lungenentwicklung, wie sie im Mutterleib stattfinden würde, kommt es bei Frühgeborenen häufig zu pulmonalen Komplikationen. Dabei ist das Atemnotsyndrom die häufigste Erkrankungs- und Todesursache Frühgeborener. Die Therapie des Atemnotsyndroms besteht aus Sauerstoffgabe und maschineller Beatmung sowie der Gabe von Surfactant. Die maschinelle Beatmung ist für viele Frühgeborene daher eine überlebenswichtige Maßnahme, da ihre Lungen strukturell und funktionell noch nicht vollständig ausgereift sind. Gleichzeitig birgt diese Therapie erhebliche Risiken, sowohl für die akute Gesundheit als auch die langfristige Lungenentwicklung. Es gilt daher stets, eine fragile Balance zwischen der notwendigen respiratorischen Unterstützung und der Vermeidung beatmungsassoziierter Folgeschäden zu wahren.

Fields of Study & Subjects

Neonatal Respiratory Health Research Respiratory Support and Mechanisms Neuroscience of respiration and sleep

Publication details

Journal / source
Klinische Pädiatrie
Volume
238
Issue
02
Pages
120–121
Publication date
1 February 2026
Language
DE