Leitlinien des European Resuscitation Council 2025: Basic und Advanced Life Support

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Authors: Camilla Metelmann, Jan-Thorsten Gräsner, Nils Jacobsen, Felix Jakob Neuenfeldt
Cited by: 2
References: 4

Abstract

All articles of this category (opens in new window) Im Oktober 2025 sind die neuen Reanimationsleitlinien des European Resuscitation Council (ERC) erschienen. In diesem CME-Artikel werden einige relevante Aussagen der Kapitel Basic Life Support (BLS) und Advanced Life Support (ALS) für Erwachsene vorgestellt [ 1 ] [ 2 ]. Kernaussagen Das frühzeitige Erkennen des Kreislaufstillstands durch Prüfung von Bewusstsein und Atmung bleibt entscheidend. Besonders die agonale Atmung stellt eine diagnostische Herausforderung dar. Der unmittelbare Beginn der Thoraxkompressionen und die telefonische Anleitung durch die Leitstelle erhöhen die Reanimationsqualität und verbessern das Outcome. Ein automatisierter externer Defibrillator (AED) soll schnellstmöglich eingesetzt werden. Dessen Anwendung durch Laien ist sicher und erhöht die Überlebenswahrscheinlichkeit signifikant. Ein möglichst früher Beginn der ALS-Maßnahmen (Advanced Life Support) verbessert das Outcome. Die Medikamentengaben erfolgen rhythmusabhängig: Adrenalin so früh wie möglich bei nicht schockbaren Rhythmen und bei schockbaren Rhythmen nach dem 3. Schock. Amiodaron oder Lidocain nur bei schockbaren Rhythmen und nach dem 3. und 5. Schock. Die Kapnografie ist essenziell zur Überwachung von Tubuslage, Reanimationsqualität und zur Detektion eines beginnenden Return of Spontaneous Circulation (ROSC). Niedrige EtCO 2 -Werte (endtidaler CO 2 ) allein sind kein Kriterium für den Abbruch der kardiopulmonalen Reanimation (CPR). Das Atemwegsmanagement erfolgt stufenweise kompetenzabhängig; die endotracheale Intubation bleibt Goldstandard, jedoch nur bei hoher Erfolgsquote ohne relevante Unterbrechungen der Thoraxkompressionen. Die physiologisch gesteuerte Reanimation nutzt den EtCO 2 und invasive Blutdruckwerte zur Optimierung der Maßnahmen. Ein CPR-induziertes Bewusstsein erfordert Sedierung, aber keine Unterbrechung der Reanimation. Maßnahmen ohne nachgewiesenen Nutzen wie die routinemäßige Gabe von Kalzium, Natriumbikarbonat oder Steroiden sowie der präkordiale Faustschlag werden nicht mehr empfohlen.

Fields of Study & Subjects

Cardiac Arrest and Resuscitation Palliative Care and End-of-Life Issues Trauma and Emergency Care Studies

Publication details

Journal / source
Notfallmedizin up2date
Publisher
Georg Thieme Verlag KG
Volume
21
Issue
01
Pages
29–47
Publication date
1 March 2026
Language
DE