Extrem unreife Frühgeborene: Gefahr durch freies Bilirubin wird unterschätzt

View at publisher
Cited by: 0
References: 1

Abstract

Das freie, also das nicht an Albumin gebundene Bilirubin, ist für die neurotoxischen Bilirubineffekte ursächlich verantwortlich. Bei extrem unreifen Frühgeborenen kann ein niedriges Gesamtbilirubin trügen: Therapiebedingt erhöhte freie Fettsäuren verdrängen Bilirubin aus der Albuminbindung, berichtet ein US-Forscherteam. Es untersuchte den Zusammenhang zwischen dem freien Bilirubin und der neurologischen Entwicklung extrem unreifer Frühgeborener. Fazit Bei ELBW-Frühgeborenen kann ein niedriges Gesamtbilirubin Sicherheit vortäuschen, warnen die Forschenden: Da es nur schlecht mit dem freien Bilirubin korreliert, besteht die Gefahr einer Unter-, aber auch einer Über-Therapie durch „Bestrahlung“. Neurologische Schäden drohen zwar erst bei hohen freien Bilirubinspiegeln, meinen sie, gehen aber davon aus, dass unreife Frühgeborene häufiger als angenommen gefährlichen Konzentrationen ausgesetzt sind – beispielsweise bei frühzeitiger parenteraler Lipidinfusion. Publication History Article published online: 25 February 2026 © 2026. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany

Fields of Study & Subjects

Neonatal Health and Biochemistry Infant Development and Preterm Care Neonatal and fetal brain pathology

Publication details

Journal / source
Neonatologie Scan
Volume
15
Issue
01
Pages
25–26
Publication date
25 February 2026
Language
DE