Chancen erkennen, Zielgruppen erreichen
Abstract
Gleich zweimal in dieser Ausgabe begegnet uns das Hometreatment bzw. die stationsäquivalente Behandlung (StäB), in der das häusliche Umfeld der Klient*innen den Therapiekontext darstellt. Während die Kolleginnen Bauermann, Lendeckel und Ritzert ab Seite 10 die Arbeit im Wohnumfeld von Menschen mit einer akuten psychiatrischen Erkrankung durch eine wissenschaftliche Brille betrachten, nimmt uns Rebecca Herm ab Seite 16 mit in die praktische Arbeit und dort zu einer ganz bestimmten Personengruppe: Mütter mit einer psychischen Erkrankung. Viele von ihnen wünschen sich Unterstützung. Aufgrund ihrer Belastungen im Alltag, fehlender Betreuung oder der Krankheitssymptome können sie jedoch keine außerhäusliche Therapie wahrnehmen. An dieser Stelle würde ich weitergehen und fragen: Wie weit haben wir diese Zielgruppe überhaupt im Bewusstsein? Beziehungsweise weiß die Zielgruppe, dass sie sich an uns wenden kann? Und: Wissen Kolleg*innen aus Medizin, Hebammenarbeit oder Familienpflege um unsere Kompetenzen? Es sollte uns unbedingt in Zukunft gelingen, dieses Arbeitsfeld der stationsäquivalenten Behandlung mehr ins Blickfeld zu nehmen und gleichzeitig andere darüber aufzuklären, warum wir genau dafür geeignet sind. Denn gemäß der Begriffsbestimmung des DVE müssen wir als Expert*innen für Betätigung gerade dort hin, wo Menschen diese ausführen – in ihre Alltags- und Lebenswelt. Herzlichst Ihre Nicole Kaldewei Herausgeberin ergopraxis n.kaldewei@gmx.de Publication History Article published online: 27 February 2026 © 2026. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
Fields of Study & Subjects
Psychiatric care and mental health services
Family Caregiving in Mental Illness
Occupational Therapy Practice and Research
Publication details
- Journal / source
- ergopraxis
- Volume
- 19
- Issue
- 03
- Pages
- 1–1
- Publication date
- 1 February 2026
- Language
- DE