Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie e.V.

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Authors: Emilie Han, Tobias Bexte, Beate Kirchharz, María José García Romero, Lina Susana Silva Bermudez, Martina Wolff
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Abstract

NextGen Transfusion Medicine: Die junge Plattform für die Transfusionsmedizin NextGen Transfusion Medicine bringt junge transfusionsmedizinische Stimmen zusammen und schafft Räume für Austausch, Innovation und gemeinsame Weiterentwicklung des Faches. Die Transfusionsmedizin befindet sich seit Jahren in einem dynamischen Wandel: Fortschritte in der zellulären Therapie, zunehmende Digitalisierung, neue diagnostische Möglichkeiten und steigende Anforderungen an Qualität und Versorgungsstrukturen verändern das Fach grundlegend. Gleichzeitig bleibt der Nachwuchsmangel eine zentrale Herausforderung. Vor diesem Hintergrund wurde 2024/2025 eine neue Initiative ins Leben gerufen, die sich als Plattform, Netzwerk und Zukunftsprojekt zugleich versteht: NextGen Transfusion Medicine . Was zunächst als Idee weniger junger Kolleg*innen begann, entwickelte sich binnen weniger Monate zu einer eigenständigen, lebendigen Nachwuchsinitiative, die inzwischen als Kommission innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI) verankert ist und die Sichtbarkeit sowie die aktive Beteiligung der nächsten Generation stärken möchte. Wer wir sind – die Initiator*innen NextGen Transfusion Medicine ist ein Zusammenschluss junger Kolleg*innen, die das Fach nicht nur erlernen, sondern aktiv mitgestalten möchten. Unsere Mitglieder kommen von unterschiedlichen Standorten mit verschiedenen Schwerpunkten: Immungenetik, Immunhämatologie, Blutbanken, Hämotherapie, therapeutische Apheresen, Zelltherapien, Stammzelltransplantation, Spenderwesen und transfusionsmedizinische Forschung. Die Gründung von NextGen Transfusion Medicine erfolgte durch ein standortübergreifend zusammengesetztes Team sechs junger Transfusionsmediziner*innen, die bereits früh erkannt hatten, wie groß der Bedarf an Vernetzung, Austausch und strukturierten Entwicklungsmöglichkeiten ist. Sie alle verbindet die gemeinsame Vision, ein modernes, offenes und unabhängiges Netzwerk für Ärzt*innen in Weiterbildung, junge Wissenschaftler*innen, Studierende sowie weitere Berufsgruppen aus der Transfusionsmedizin aufzubauen. Die Initiative ist bewusst interprofessionell und international angelegt und orientiert sich an bewährten Nachwuchsstrukturen anderer Fachgesellschaften (u. a. EBMT, EHA, ISBT) ([ Abb. 1 ]). Abb. 1 Gründungsteam der NextGen Transfusion Medicine bei der DGTI Jahrestagung in Mannheim 2025, von links nach rechts: Beate Kirchharz (Mannheim), Maria Jose Garcia Romero (Münster), Dr. Martina Wolff (Greifswald), Dr. Lina Susana Silva-Bermudez (Mannheim), Dr. Emilie Han (Wien), Dr. Tobias Bexte (Frankfurt). [rerif] Rückblick – Was bisher geschah Initial fand sich die Gründungsgruppe beim 2. Durchgang der Junior Academy Hemotherapy im Herbst 2024 zusammen. Seither fanden über 22 Online-Meetings statt und innerhalb von 40 Wochen formte sich eine stabile, engagierte Gemeinschaft junger Kolleg*innen aus Deutschland und Österreich, die diese Plattform an viele weitere herantragen wollten. Ein erster großer Meilenstein war das Auftakttreffen auf der DGTI-Jahrestagung 2025 in Mannheim : Der Seminarraum war vollständig gefüllt, die Diskussionen lebhaft, die Nachfrage hoch. Viele Teilnehmer*innen berichteten, dass ihnen bislang ein solches Format gefehlt habe. Die Initiative stellte dort ihre Vision, ihre Struktur und erste konkrete Planungen vor und erhielt unmittelbar breite Unterstützung seitens der Fachgemeinschaft. Was wir tun und planen – Themen, Austauschformate und laufende Aktivitäten NextGen Transfusion Medicine versteht sich als Plattform für Austausch, Weiterbildung und Vernetzung . Die inhaltliche Arbeit basiert auf regelmäßigen digitalen und analogen Formaten: Monatliche Online-Seminare & Peer-to-Peer-Lernen Alle 4–6 Wochen finden virtuelle Fortbildungen im Webinar-Format statt, die in erster Linie Fachvorträge interaktiv und praxisnah auf Peer-to-Peer-Ebene gestalten. Neben Themen wie demografischer Wandel und Blutversorgung , HLA-Basics , CAR-T-Forschung oder internationalen Vergleichsmodellen stehen auch Fallbesprechungen, offene Diskussionen und Erfahrungsberichte im Mittelpunkt, die besonders Kolleg*innen in den ersten Weiterbildungsjahren durch den gegenseitigen Austausch unterstützen (Details zu aktuellen Veranstaltungen über E-Mail oder LinkedIn verfügbar, siehe Infobox rechts). Austausch, Hospitationen & Open Labs Hospitationen, Kurzbesuche und „Open Labs“ erleichtern standortübergreifende Einblicke in klinische Prozesse, fördern den Austausch von Expertise und tragen zugleich zu einer engeren wissenschaftlichen Kooperation im Fach bei, was sowohl der Weiterbildung als auch der Forschung zugute kommt. Nationale und internationale Zusammenarbeit Die Initiative arbeitet eng mit der Sektion Lehre der DGTI sowie der Junior Academy Hemotherapy zusammen und strebt Kooperationen mit internationalen Nachwuchsgruppen aus benachbarten Fachgebieten wie der EHA, EBMT, ISBT und GTH an. Karriereentwicklung & Mentoring Kooperation mit etablierten Mentoring-Programmen, Buddy-Systemen und Workshops zur Karriereplanung sollen die berufliche Entwicklung unterstützen, Forschungsperspektiven eröffnen und die Bindung an das Fach stärken. Abb. 2 (Quelle: Alaide Zoé García Chargoy) [rerif] Wissenschaftliche Ziele Neben dem Community-Building verfolgt die Initiative zudem folgende wissenschaftliche und fachliche Ziele: Förderung translationaler Forschung in der Transfusionsmedizin und Unterstützung junger Clinician Scientists sowie wissenschaftlicher Nachwuchsgruppen Austausch über moderne Methoden (z. B. Eplet-Analysen, HLA-Bioinformatik, Zelltherapie) Ausbau interdisziplinärer Kollaborationen (Hämatologie, Anästhesie, Intensivmedizin, Immunologie, Bioinformatik u. a.) Etablierung einer Nachwuchsperspektive innerhalb der DGTI, u. a. bei Leitlinien, Stellungnahmen und Zukunftsprojekten Die Transfusionsmedizin – ein klassisches Querschnittsfach – kann viele Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte nur gemeinsam mit anderen Disziplinen lösen. Diesen interdisziplinären Dialog frühzeitig zu stärken, gehört zu den Kernanliegen von NextGen. Ausblick – Was wir erreichen wollen NextGen Transfusion Medicine möchte sich nachhaltig innerhalb der DGTI etablieren und langfristig zu einem fest verankerten Bestandteil der Nachwuchsförderung werden. Ziel ist es, eine moderne, offene, bestens vernetzte Generation von Transfusions-mediziner*innen aufzubauen, die das Fach in Forschung, Diagnostik und klinischer Versorgung aktiv weiterentwickelt. Die Zukunft der Transfusionsmedizin braucht Vielfalt, Engagement, Mut zur Innovation – und Räume, in denen junge Kolleg*innen wachsen können. Dieses Netzwerk möchte genau ein solcher Raum sein. Wie können DGTI-Jungmitglieder Kontakt aufnehmen? Der Einstieg soll so niedrigschwellig wie möglich sein. Junge Kolleg*innen können sich auf mehreren Wegen anschließen: Teilnahme an den monatlichen Online-Treffen Eintrag in den E-Mail-Verteiler Folgen der offiziellen LinkedIn-Seite der Initiative ( www.linkedin.com/company/nextgen-transfusion ) Besuch der NextGen-Veranstaltungen auf zukünftigen DGTI-Jahrestagungen Alle Formate stehen offen für Ärzt*innen in Weiterbildung, Studierende, wissenschaftliche Mitarbeitende und verwandte Berufsgruppen. Publication History Article published online: 13 February 2026 © 2026. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany

Fields of Study & Subjects

Blood transfusion and management Mentoring and Academic Development Blood donation and transfusion practices

Publication details

Journal / source
Transfusionsmedizin
Volume
16
Issue
01
Pages
58–59
Publication date
1 February 2026
Language
DE