Assessments bei Patient*innen nach einer Unterschenkelamputation
Abstract
Zusammenfassung Im Rehabilitationsprozess nach einer Unterschenkelamputation spielt die Physiotherapie eine zentrale Rolle, insbesondere bei Entscheidungen zur Prothesenanpassung und zur Wahl prothesenspezifischer Komponenten. Die Kombination empirischer Erfahrung und objektiver Werte klinischer Assessments ermöglicht eine verbesserte Entscheidungsfindung und prognostische Einschätzung. Es existiert kein einzelner Test, der alle physischen Bedürfnisse von Patient*innen mit einer Unterschenkelamputation abdeckt, weshalb eine Kombination verschiedener Assessments erforderlich ist. Besonders wichtig sind dabei die frühzeitige Einschätzung des Mobilitätspotenzials (z. B. mit dem Amputee Mobility Predictor/AMP), die Ergebnismessung im Langzeitverlauf (z. B. mit dem Sechs-Minuten-Gehtest oder dem Timed Up and Go Test) sowie die Beurteilung des Sturzrisikos (z. B. mit dem Four Square Step Test). Zusätzlich werden Fragebögen wie der Locomotor Capabilities Index-5D (LCI-5D) und die Patient Specific Functional Scale (PSFS) eingesetzt, um die subjektive Mobilität und individuelle Probleme zu erfassen. Die objektive und standardisierte Durchführung dieser Assessments ermöglicht eine transparente und evidenzbasierte Rehabilitation, fördert die Motivation der Patient*innen und erleichtert die Kommunikation im interdisziplinären Team
Fields of Study & Subjects
Prosthetics and Rehabilitation Robotics
Medical Practices and Rehabilitation
Stroke Rehabilitation and Recovery
Publication details
- Journal / source
- MSK – Muskuloskelettale Physiotherapie
- Volume
- 30
- Issue
- 01
- Pages
- 55–59
- Publication date
- 1 February 2026
- Language
- DE