Assessments bei Patient*innen nach einer Unterschenkelamputation

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Authors: Manuel Bischofberger
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Abstract

Zusammenfassung Im Rehabilitationsprozess nach einer Unterschenkelamputation spielt die Physiotherapie eine zentrale Rolle, insbesondere bei Entscheidungen zur Prothesenanpassung und zur Wahl prothesenspezifischer Komponenten. Die Kombination empirischer Erfahrung und objektiver Werte klinischer Assessments ermöglicht eine verbesserte Entscheidungsfindung und prognostische Einschätzung. Es existiert kein einzelner Test, der alle physischen Bedürfnisse von Patient*innen mit einer Unterschenkelamputation abdeckt, weshalb eine Kombination verschiedener Assessments erforderlich ist. Besonders wichtig sind dabei die frühzeitige Einschätzung des Mobilitätspotenzials (z. B. mit dem Amputee Mobility Predictor/AMP), die Ergebnismessung im Langzeitverlauf (z. B. mit dem Sechs-Minuten-Gehtest oder dem Timed Up and Go Test) sowie die Beurteilung des Sturzrisikos (z. B. mit dem Four Square Step Test). Zusätzlich werden Fragebögen wie der Locomotor Capabilities Index-5D (LCI-5D) und die Patient Specific Functional Scale (PSFS) eingesetzt, um die subjektive Mobilität und individuelle Probleme zu erfassen. Die objektive und standardisierte Durchführung dieser Assessments ermöglicht eine transparente und evidenzbasierte Rehabilitation, fördert die Motivation der Patient*innen und erleichtert die Kommunikation im interdisziplinären Team

Fields of Study & Subjects

Prosthetics and Rehabilitation Robotics Medical Practices and Rehabilitation Stroke Rehabilitation and Recovery

Publication details

Journal / source
MSK – Muskuloskelettale Physiotherapie
Volume
30
Issue
01
Pages
55–59
Publication date
1 February 2026
Language
DE