Krankenhausreform und neue Notfallstrukturen – Implikationen für die Kardiologie

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Authors: Christian Perings, Patrick Diemert
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Abstract

Zusammenfassung Die Krankenhausreform 2024/25 markiert den tiefgreifendsten Umbau der stationären Versorgung seit Einführung der DRG. Kernanliegen sind die Abkehr von der reinen Fallzahlsteuerung, die Etablierung einer qualitäts- und strukturorientierten Finanzierung durch Vorhaltebudgets sowie die Neuordnung des Notfallzugangs über Integrierte Notfallzentren (INZ) und gestufte Versorgungsaufträge. Für die Kardiologie, die einen hohen Anteil zeitkritischer Notfälle abdeckt, ergeben sich daraus substanzielle Konsequenzen entlang der gesamten Versorgungskette: von präklinischer Triage und digitaler Voranmeldung über Akutintervention und Intensivmedizin bis zu stationären Rückübernahme, Rehabilitation und Sekundärprävention. Der vorliegende Beitrag analysiert politisch-rechtliche und gesundheitsökonomische Hintergründe, ordnet die Leistungsgruppen-Logik ein, diskutiert Implikationen für Erreichbarkeit, Ergebnisqualität und Personal und bewertet die Rolle von Digitalisierung, Registerdaten und Qualitätstransparenz. Abschließend werden Voraussetzungen für eine nachhaltige Umsetzung skizziert, die Qualität, Zugangsgerechtigkeit und wirtschaftliche Tragfähigkeit in Einklang bringt.

Fields of Study & Subjects

Emergency and Acute Care Studies Healthcare Systems and Practices Health Services Management and Policy

Publication details

Journal / source
Aktuelle Kardiologie
Volume
15
Issue
01
Pages
51–55
Publication date
1 February 2026
Language
DE