Darbepoetin verbesserte neurologisch-kognitive Entwicklung nicht
Abstract
Erythropoese-stimulierende Substanzen reduzieren den Transfusionsbedarf Neugeborener und haben neben hämatologischen auch andere Effekte. Eine reduzierte Apoptose, verringerte Inflammation, gesteigerte Neuro- und Oligodendrogenese könnten neuroprotektiv wirken. In der Studie erhielten extrem unreife Frühgeborene Darbepoetin oder Placebo. Die neurologischen Untersuchungen im Alter von 2 Jahren zeigten keine wesentlichen Gruppenunterschiede, aber Darbepoetin war mit anderen wesentlichen Vorteilen verknüpft. Fazit Für Darbepoetin bestätigten sich nur die hämatologischen, positiven Effekte. Dies wirkte sich jedoch auch auf die stationäre Verweildauer von 96 (Darbepoetin) und 105 Tagen (Placebo) aus. Die neurokognitive Entwicklung blieb mit vergleichbaren Resultaten im Bayley-III-Test unbeeinflusst. Unerwartet waren im Übrigen 22 % seltenere bronchopulmonale Dysplasien des Grades 2 und 3. Dieses Ergebnis unterschied sich von früheren Studien und bedürfe weiterer Forschung, so Ohls et al. Publication History Article published online: 25 February 2026 © 2026. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
Fields of Study & Subjects
Erythropoietin and Anemia Treatment
Neonatal and fetal brain pathology
Infant Development and Preterm Care
Publication details
- Journal / source
- Neonatologie Scan
- Volume
- 15
- Issue
- 01
- Pages
- 49–50
- Publication date
- 25 February 2026
- Language
- DE