Hybrid-DRG in der Kardiologie – wohin geht die Reise?

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Authors: Christoph Stellbrink, Ralf Birkemeyer
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Abstract

Zusammenfassung Mit der Einführung der sog. Hybrid-DRG im Jahre 2024 wurde vom Gesetzgeber eine neue, sektorenübergreifende Form der Krankenversorgung eingeführt. Im Jahr 2026 wird nun erstmalig eine große Zahl kardiologischer Eingriffe in die Liste der Hybrid-DRG übernommen. Damit wird dem medizinischen Fortschritt der letzten Jahre, der besonders auch in der Kardiologie zunehmend eine minimalinvasive Durchführung interventioneller und operativer Eingriffe ermöglicht hat, Rechnung getragen. Dennoch stellt diese rasche Einführung einer so großen Zahl an Leistungen in die Hybrid-DRG die Krankenhäuser und das Fachgebiet vor zahlreiche Herausforderungen, vor allem vor dem Hintergrund der Krankenhausreformen, die auf eine Reduktion der Standorte durch Zentrenbildung abzielen. Diese betreffen nicht nur die Schaffung ambulanter Strukturen am Krankenhaus, sondern auch die zukünftige Finanzierung der Notfallvorhaltung, die ärztliche Weiterbildung und die Einhaltung der von der Politik zunehmend geforderten Qualitätssicherung. Aus fachlicher Sicht ist eine stärkere Einbeziehung der Fachgesellschaften in die weitere Planung zu fordern. Auch sollte die zunehmende Ambulantisierung zumindest in einer Übergangsphase eher finanziell gefördert werden, als sie durch finanzielle Abschläge zusätzlich zu belasten. Vor diesem Hintergrund ist die Einführung der Hybrid-DRG ein prinzipiell geeignetes Instrument. Dieser positive Ansatz wird aber durch die im Gesetz verankerte, geplante Absenkung der Vergütung auf das Niveau des ambulanten Operierens am Krankenhaus (AOP) konterkariert.

Fields of Study & Subjects

Healthcare Systems and Practices Healthcare Policy and Management Healthcare Systems and Reforms

Publication details

Journal / source
Aktuelle Kardiologie
Volume
15
Issue
01
Pages
56–61
Publication date
1 February 2026
Language
DE