Phytotherapie in der Pneumologie: Evidenz, Anwendungsfelder und Grenzen
Abstract
Summary Phytotherapeutika werden in der Pneumologie vorwiegend zur Behandlung von akutem bzw. subakutem Husten im Rahmen von Atemwegsinfekten eingesetzt, deren Ätiologie eher viral anzusehen ist. Für mehrere standardisierte Extrakte (z.?B. Thymian und Efeublätter sowie deren Kombinationen, Pelargoniumwurzel, Myrtol/1,8-Cineol) liegen randomisierte placebokontrollierte Studien (RCTs) und teils auch Metaanalysen vor, die eine symptomlindernde Wirksamkeit belegen. In der Prävention, aber auch der Behandlung von (wiederkehrenden) Erkältungen, dem Hauptauslöser von Husten, kommen besonders Echinacea-purpurea-Extrakte zum Einsatz. Neue Daten aus Metaanalysen zeigen präventive Wirkung nun auch bei Tonsillitis, Sinusitis, Bronchitis oder Pneumonie (Sekundärinfekte). Der Beitrag fasst die aktuelle Evidenz aus Leitlinienempfehlungen (DEGAM), Bewertungen des HMPC (EMA) und klinischen Studien (Fokus-RCTs und Metaanalysen) zur Phytotherapie bei Atemwegsinfekten zusammen, insbesondere in der Pneumologie.
Fields of Study & Subjects
Herbal Medicine Research Studies
Complementary and Alternative Medicine Studies
Respiratory and Cough-Related Research
Publication details
- Journal / source
- Zeitschrift für Komplementärmedizin
- Volume
- 18
- Issue
- 01
- Pages
- 44–49
- Publication date
- 1 February 2026
- Language
- DE