Inanspruchnahme zahnärztlicher und ärztlicher Versorgung bei Kindern und Jugendlichen mit und ohne besonderen Unterstützungsbedarf

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Authors: Laura Krause, Stefanie Seeling, Peter R. Schmidt, Franziska Prütz
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References: 46

Abstract

Zusammenfassung Kinder und Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf sind eine heterogene Gruppe mit unterschiedlichen gesundheitlichen Situationen und Bedarfen. Inwiefern sich diese gesundheitsbezogenen Bedarfe in der selbst berichteten Inanspruchnahme zahnärztlicher und ärztlicher Versorgung darstellen, auch im Vergleich zu Kindern und Jugendlichen ohne besonderen Unterstützungsbedarf, untersucht der vorliegende Beitrag. Datenbasis ist die Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS Welle 2, 2014–2017). Für die Analysen wurden folgende Inanspruchnahmeindikatoren herangezogen: zahnärztliche Kontrolluntersuchung, kieferorthopädische Behandlung, zahnmedizinische Leistungen insgesamt, Inanspruchnahme von Pädiatrie, Innerer Medizin, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Augenheilkunde, Orthopädie sowie von psychiatrischen, psychotherapeutischen und psychologischen Leistungen. Berechnet wurden Prävalenzen, univariable und multivariable Prevalence Ratios, die für Geschlecht, Alter und sozioökonomischen Status der Familie kontrolliert wurden sowie p-Werte aus Poisson-Regressionen. Die Analysen basieren auf Angaben zu 779 Kindern und Jugendlichen mit sowie 9.943 Kindern und Jugendlichen ohne besonderen Unterstützungsbedarf. Kinder und Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf zeigten im Vergleich zu Kindern und Jugendlichen ohne besonderen Unterstützungsbedarf eine geringere Inanspruchnahme zahnärztlicher Leistungen (z. B. zahnärztliche Kontrolluntersuchung: 72,8% bzw. 79,4%; univariabel p=0,011), wobei die Unterschiede im multivariablen Modell nicht bestehen blieben (p>0,05). Hingegen wurde von Kindern und Jugendlichen mit besonderem Unterstützungsbedarf im Vergleich zu Kindern und Jugendlichen ohne besonderen Unterstützungsbedarf die fachärztliche somatische (z. B. Augenheilkunde: 43,6% bzw. 32,1%) sowie die psychiatrische (18,7% bzw. 4,2%) und psychologische Versorgung (13,0% bzw. 2,5%) deutlich häufiger in Anspruch genommen (p

Fields of Study & Subjects

Health and Medical Studies Dental Health and Care Utilization Child and Adolescent Health

Publication details

Journal / source
Das Gesundheitswesen
Volume
88
Issue
02
Pages
84–96
Publication date
1 February 2026
Language
DE