Unangemessene Maßnahmen bei der präklinischen Notfallversorgung von Palliativpatienten mit begrenzter Lebenserwartung. Eine prospektive Observationsstudie.

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Authors: Sylvia Köppen, Thomas Golombek, Ralph Schröder, Kirsten Papsdorf, Astrid Schnabel, Ulrich Wedding, Sven Bercker
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References: 26

Abstract

Zusammenfassung Mit dieser Studie wurden die Häufigkeit und Intensität von Rettungsdiensteinsätzen bei Palliativpatienten sowie die Angemessenheit der Behandlung untersucht. Bewertung von Interventionen des Rettungsdienstes bei einem palliativen Ansatz während 6 Monaten nach Entlassung. Rettungsdienstprotokolle wurden in Hinblick auf unangemessene Maßnahmen analysiert. 26 von 105 Patienten (24,8%) wurden während der Nachbeobachtung mindestens einmal von einem Rettungsdienst konsultiert. Die häufigsten Gründe waren Dyspnoe (25,8%) und Schmerzen (16,1%). Eine unangemessene Behandlung wurde bei einem Drittel aller Patienten festgestellt. Bei Patienten in palliativen Behandlungssituationen sind unangemessene medizinische Interventionen, einschließlich Übertherapie, ein häufig zu beobachtendes Phänomen. Maßnahmen der vorausschauenden Versorgungsplanung (Advance Care Planning, ACP) sowie standardisierte Notfalldokumente können dazu beitragen, in akuten Situationen nicht indizierte oder patientenwillenswidrige Therapien zu vermeiden.

Fields of Study & Subjects

Palliative Care and End-of-Life Issues Palliative and Oncologic Care Emergency and Acute Care Studies

Publication details

Journal / source
Zeitschrift für Palliativmedizin
Publication date
16 January 2026
Language
DE