Unangemessene Maßnahmen bei der präklinischen Notfallversorgung von Palliativpatienten mit begrenzter Lebenserwartung. Eine prospektive Observationsstudie.
Abstract
Zusammenfassung Mit dieser Studie wurden die Häufigkeit und Intensität von Rettungsdiensteinsätzen bei Palliativpatienten sowie die Angemessenheit der Behandlung untersucht. Bewertung von Interventionen des Rettungsdienstes bei einem palliativen Ansatz während 6 Monaten nach Entlassung. Rettungsdienstprotokolle wurden in Hinblick auf unangemessene Maßnahmen analysiert. 26 von 105 Patienten (24,8%) wurden während der Nachbeobachtung mindestens einmal von einem Rettungsdienst konsultiert. Die häufigsten Gründe waren Dyspnoe (25,8%) und Schmerzen (16,1%). Eine unangemessene Behandlung wurde bei einem Drittel aller Patienten festgestellt. Bei Patienten in palliativen Behandlungssituationen sind unangemessene medizinische Interventionen, einschließlich Übertherapie, ein häufig zu beobachtendes Phänomen. Maßnahmen der vorausschauenden Versorgungsplanung (Advance Care Planning, ACP) sowie standardisierte Notfalldokumente können dazu beitragen, in akuten Situationen nicht indizierte oder patientenwillenswidrige Therapien zu vermeiden.
Fields of Study & Subjects
Palliative Care and End-of-Life Issues
Palliative and Oncologic Care
Emergency and Acute Care Studies
Publication details
- Journal / source
- Zeitschrift für Palliativmedizin
- Publication date
- 16 January 2026
- Language
- DE