Opportunistisches Osteoporosescreening mittels kranialer Computertomographie: Eine multizentrische Pilotanalyse

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Authors: Robert Wakolbinger, Martin Frank, S Desch, Clemens Lang, Brigitte Elisabeth Scheffold, Marc Reinmuth, Miroslava Cernakova, Robert Breuer, Manuela Schartel, Siroos Mirzaei, Katharina Hohenstein, Jakob Jauker
+15 more D Buda, Karin Nagel-Albustin, G Berger, Nikolett Kainz, M van Melle, Friedrich M. Lomoschitz, Helena Zehetner-Nics, Ana Oljaca, Theresa Zehetbauer, Barbara Strasser-Kirchweger, T Paternostro-Sluga, Mehdi Mousavi, Helmut Ringl, D A Kraus, Rainer Fiala
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Abstract

Einleitung: Die Häufigkeit osteoporotischer Fragilitätsfrakturen nimmt aufgrund demografischer Veränderungen zu. Daher ist eine frühzeitige Diagnose wünschenswert, um die Knochengesundheit zu erhalten und niedrig-traumatische Frakturen zu verhindern. Ein opportunistisches Screening auf Osteoporose mittels routinemäßig durchgeführter Computertomographie (CCT) – Scans könnte eine mögliche Lösung bieten. Die kraniale Computertomographie wird häufig bei potenziellen Hochrisikopatient:innen für Osteoporose aufgrund häufiger Stürze im höheren Alter durchgeführt. Ziel dieser Studie war es, den potenziellen Wert eines opportunistischen Osteoporose-Screenings anhand CCT-basierter Hounsfield-Einheiten im gesamten klinischen Kontext, einschließlich stattgehabter osteoporotischer Frakturen, Vorerkrankungen und Lebensstilfaktoren, zu untersuchen. Methode : Diese retrospektive multizentrische Studie wurde im Wiener Gesundheitsverbund durchgeführt. Die Krankengeschichte jener Patient:innen, die innerhalb eines Jahres sowohl ein CCT als auch eine DXA erhalten hatten, wurden analysiert. Die CCT-Scans wurden von zwei Untersuchern ausgewertet und die Hounsfield (HU) -Einheiten für das Os frontale berechnet. Ergebnisse : Es wurden 311 Patient:innen analysiert. Die HU korrelierten signifikant mit den T-Scores an der Lendenwirbelsäule, der gesamten Hüfte und dem Schenkelhals, und es wurden signifikante Unterschiede in den HU zwischen PatientInnen mit normaler Knochendichte, Osteopenie und Osteoporose festgestellt. Diese Zusammenhänge blieben auch in der geriatrischen Subgruppe signifikant. PatientInnen mit stattgehabten osteoporotischen Frakturen hatten signifikant niedrigere HU. Diskussion : CCT-basierte HU können PatientInnen mit densitometrischer Osteoporose und stattgehabten osteoporotischen Frakturen bereits in frühen Stadien identifizieren und somit eine frühzeitige Behandlung zur Frakturprävention ermöglichen.

Fields of Study & Subjects

Bone health and osteoporosis research Radiology practices and education Forensic Anthropology and Bioarchaeology Studies

Publication details

Journal / source
Osteologie/Osteology
Volume
35
Publication date
23 February 2026
Language
DE