Eosinophiler Pleuraerguss nach 4 jähriger Asthma-Remission unter Dupilumab – ein Fallbericht

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Authors: Jonas Leonhardt, Lars Gaedtke, Gülümser Hale Alkan, Susanne Hermann, Rosemarie Kiefl, Alexandra Lenoir, N Kneidinger, Michael Gerckens, J Behr, Katrin Milger, Carlo Mümmler
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Abstract

Hintergrund: Dupilumab ist ein monoklonaler Antikörper gegen den Interleukin-4-Rezeptor (IL-4R) und ist zur Behandlung des Asthma sowie anderer Erkrankungen mit Typ 2 Inflammation zugelassen. Therapiebegleitend wird häufig eine transiente Hypereosinophilie beobachtet – selten kam es hier in Fallberichten zu eosinophilie-assoziierten klinischen Nebenwirkungen. Fallbeschreibung : Wir präsentieren den Fall eines 33-jährigen männlichen Patienten mit schwerem allergischen und eosinophilen Asthma bronchiale. Aufgrund unzureichender Asthmakontrolle unter einer Biologikatherapie mit Benralizumab erfolgte die Umstellung auf Dupilumab. Der Patient erreichte das Therapieziel einer Remission für mehrere Jahre. Nach vier Jahren erfolgreicher Therapie kam es jedoch zu einer massiven Erhöhung der Bluteosinophilen sowie zu einem ausgeprägten, stark eosinophilen Pleuraerguss. Mittels Zytokin-ELISA konnte eine ausgeprägte Erhöhung der Typ 2 Zytokine IL13, IL4 und IL5 im Pleuraerguss und ein starker Anstieg von IL5 im Serum nachgewiesen werden. Dupilumab wurde beendet und kurzzeitig eine eosinophilendepletierende Therapie mit Benralizumab sowie eine Kortison-Stoßtherapie. Im weiteren Verlauf wurde die Therapie auf Tezepelumab umgestellt, worunter der Patient seither erneut in Remission ist. Diskussion : Eosinophilie-assozierte Nebenwirkungen unter Dupilumab sind selten, können aber auch nach langfristig erfolgreicher Therapie noch auftreten. Derzeit fehlen Studien, die die biologischen Ursachen der Dupilumab-assoziierten Eosinophilie und deren klinische Folgen untersuchen. Die hohe Zahl der Eosinophilen im Pleuraerguss weist darauf hin, dass die Blockade des anti-IL4-Rezeptor alpha bei diesem Patienten die Eosinophilenmigration ins Gewebe nicht ausreichend verhinderte. Dies könnte bedeuten, dass alternative Immunwege, beispielsweise IL5-assoziiert, diesen Effekt trotz anti-IL4R Blockade vermitteln können. Publication History Article published online: 04 March 2026 © 2026. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany

Fields of Study & Subjects

Asthma and respiratory diseases Eosinophilic Disorders and Syndromes Immunodeficiency and Autoimmune Disorders

Publication details

Journal / source
Pneumologie
Volume
80
Publication date
1 March 2026
Language
DE