Auswertung einer Umfrage im Lungenemphysemregister e.V. zum Angebot und Versorgungsstruktur der Lungenvolumenreduktionstherapie in Deutschland.

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Authors: Thomas Sgarbossa, M Rummenholl, Christian Grah, A Holland, R.-H. Hübner
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Abstract

Das Lungenempyhsemregister e.V. ist eine nationale und multizentrische Datenbank zur Erfassung von Daten zur Lungenvolumenreduktion bei schwerem Lungenemphysem. Zur Auswertung der Versorgungsstruktur in Deutschland führten wir eine Umfrage unter den Mitgliedern des Registers durch. Die Umfrage erfolgte anonymisiert und online. Die Gestaltung des Fragebogens wurde vom Vorstand des Registers supervidiert und geleitet. Nur eingetragene Mitglieder des Registers konnten an der Umfrage teilnehmen. Die Datenerhebung erfolgte zwischen Juli und August 2025. Insgesamt nahmen 38 der 154 Mitglieder aus ganz Deutschland an der Umfrage teil. Hiervon waren 15 an Kliniken der Maximalversorgung, 21 in der Schwerpunktversorgung und 2 in der Grundversorgung angesiedelt. Ein Großteil der Befragten (n=20) gab an über 15 Behandlungen jährlich durchzuführen. In allen 38 Antworten ist sowohl die chirurgische Intervention als auch die endoskopische Lungenvolumenreduktion mit Ventilen verfügbar. Zusätzlich ist in 24 Fällen eine Intervention mit Coils, in 6 Fällen eine Wasserdampfablation und in 4 Fällen AeriSeal möglich. Interessanterweise war die häufigste Art der Patientenakquise die Facharzt-Zuweisung (n=36) (Mehrfachantworten möglich). Gefolgt wurde dies von klinikinterner Auswahl (n=25), Hausärzten (n=13) und Selbstanmeldungen (n=9). Allerdings erhielten in 20 der 38 Antworten nur ca. 0-25% der zugewiesenen Patienten eine Behandlung. Als häufigster Grund für eine nicht durchgeführte Intervention wird der fortgesetzte Nikotinkonsum angegeben (n=29). Gefolgt wird dies von einem „zu guten funktionellen Zustand“ (n=25) und fehlenden Therapieoptionen (n=17). Als größte Herausforderung wird in den Zentren der Mangel an geeigneten Patienten (n=9) und/oder Personal und Zeit (n=8) empfunden. Die aktuelle Versorgungslage bzgl. der Lungenvolumenreduktion wird von den Befragten in der eigenen Region größtenteils als sehr gut bis befriedigend (n=33) eingeschätzt. In ganz Deutschland existieren viele Zentren mit hohem Patientenaufkommen, wobei in allen Fällen chirurgische und endoskopische Verfahren der Lungenvolumenreduktion zur Verfügung stehen. Es bestehen Probleme v.a. in der Raucherentwöhnung und mangelnden Ressourcen in den einzelnen Zentren. Publication History Article published online: 04 March 2026 © 2026. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany

Fields of Study & Subjects

Chronic Obstructive Pulmonary Disease (COPD) Research Pleural and Pulmonary Diseases Lung Cancer Diagnosis and Treatment

Publication details

Journal / source
Pneumologie
Volume
80
Publication date
1 March 2026
Language
DE