Sicherheit von Breath Holds bei robotisch-assistierter Bronchoskopie

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Authors: Judith Brock, Ulrich Keppler, Birgit Khandanpour, S Miller, C Simon, W Schmidt, FJ F Herth
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Abstract

Hintergrund: Die Treffgenauigkeit der robotisch-assistierten Bronchoskopie (RAB) in Kombination mit dem Cone-Beam CT (CBCT) in der Diagnostik peripherer Lungenrundherde (PPN) ist bei kleinen PPN, insbesondere in den Unterlappen, durch Atembewegungen erschwert. Es werden daher high-PEEP Protokolle und Atemanhaltemanöver (sog. Breath Holds), insbesondere während des CBCT und der Biopsien, empfohlen. Wie sicher diese durchzuführen sind, wurde bisher noch nicht strukturiert evaluiert. Methoden: Es erfolgte eine retrospektive Analyse von prospektiv beobachteten Patienten, deren PPN mittels RAB und CBCT diagnostiziert wurden. Angewandter PEEP, Länge der Breath Holds, C02-Werte unmittelbar nach dem Breath Hold (endexspiratorisch) und durch Blutgasanalyse im Aufwachraum sowie Komplikationen wurden erfasst. Ergebnisse: In einer Kohorte von 18 Patienten hatten 6 Patienten eine COPD (1 Patientin mit Sauerstoff- und NIV-Pflichtigkeit), 2 eine interstitielle Lungenerkrankung (ILD), 1 eine hochgradige Aortenklappenstenose als relevante Vorerkrankung. Der applizierte PEEP lag bei 10-14 cmH20 bei PPN im Oberlappen und bei 12-15cmH20 bei PPN im Unterlappen. Die mittlere Gesamtlänge aller Breath Holds pro Prozedur lag bei 18min mit durchschnittlich 3 Breath Holds (1-8) / Eingriff. Das mittlere endexspiratorische CO2 lag bei 51,7mmHg mit Maximalwerten von 64, 57, 56mmHg. Postinterventionell waren alle Patienten normokapnisch bis auf n=2 (pCO2 51mmHg bei der COPD Patientin mit respiratorischer Globalinsuffizienz, pCO2 48,4mmHg bei Patient mit COPD). Zur Entstättigung während des Breath Holds kam es nur bei 1 Patienten mit schwerer ILD, hier wurden daher die Breath Holds auf max. 3min Länge begrenzt. Der längste einzeln dokumentierte Breath Hold dauerte 19min mit einem CO2-Anstieg auf max. 59mmHg. Eine Patientin berichtete postinterventionell über Kopfschmerzen, die grundsätzlich der Hyperkapnie während der Prozedur geschuldet sein könnten. Weitere Komplikationen, insbesondere Pneumothorax oder respiratorisches Versagen, ergaben sich nicht. Das Diagnostic Yield lag bei 88,2%. Schlussfolgerung: Im Real-Life lassen sich Breath Holds selbst bei pulmonal vorerkrankten Patienten unter sorgfältigem Monitoring sicher anwenden. Diese Daten benötigen Überprüfung in einer größeren Kohorte. Publication History Article published online: 04 March 2026 © 2026. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany

Fields of Study & Subjects

Lung Cancer Diagnosis and Treatment Airway Management and Intubation Techniques Respiratory Support and Mechanisms

Publication details

Journal / source
Pneumologie
Volume
80
Publication date
1 March 2026
Language
DE