Bronchoskopisch-chirurgischer Verschluss einer anatomisch anspruchsvollen postpneumonektomieassoziierten bronchopleuralen Fistel mittels Amplatzer-Occluder – Fallbericht

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Authors: Oleksii Prokopchuk, Susanne Annemarie Dittrich, F. Eichhorn, Hauke Winter, Judith Brock, FJ F Herth, Konstantina Kontogianni
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Abstract

Hintergrund: Die bronchopleurale Fistel (BPF) ist eine seltene, jedoch schwerwiegende Komplikation nach thoraxchirurgischen Eingriffen und mit hoher Morbidität und Mortalität assoziiert. Minimal-invasive Verfahren wie die bronchoskopische Implantation eines Amplatzer-Occluders (AO), die ursprünglich zum Verschluss atrialer Septumdefekte entwickelt wurden, gewinnen an Bedeutung, stoßen bei komplexer Anatomie jedoch an technische Grenzen. Videoassistierte Thorakoskopie (VATS) kann in solchen Situationen ein minimal-invasives Kombinationsvorgehen ermöglichen. Fallbericht: Ein 74-jähriger Patient nach rechtsseitiger Pneumonektomie (, R0-Resektion eines Plattenepithelkarzinoms) entwickelte acht Jahre später ein rezidivierendes Pleuraempyem bei insuffizientem Bronchusstumpf. Ein Jahr danach erfolgten Spongiosaplastik mit Fibrinkleberabdichtung und VATS-Debridement; das Restaging nach 20 Monaten zeigte kein Tumorrezidiv. Vier Monate danach stellte sich der Patient mit erneutem pleuralem Empyem infolge einer BPF trotz liegendem PleurX-Katheter vor. Eine rein bronchoskopische AO-Implantation scheiterte aufgrund eines ungünstigen lateralen Fistelwinkels. Daraufhin erfolgte die kombinierte bronchoskopische und VATS-gestützte Implantation eines Amplatzer-Occluders mit zusätzlicher Fibrinapplikation. Die Lage des Okkluders wurde nach einer Woche bronchoskopisch überprüft und erneut mit Fibrin gesichert. Nach drei Monaten ergab die Bronchoskopiekontrolle eine leichte Undichtigkeit des Okkluders, die durch eine erneute Fibrininjektion erfolgreich behoben wurde. Vier Monate später zeigte sich klinisch eine Besserung mit reduzierter Drainageförderung, sodass der PleurX-Katheter entfernt werden konnte. Der Patient war klinisch stabil und belastbar, ohne Anhalt für ein Fistelrezidiv. Schlussfolgerung: Die kombinierte VATS-gestützte und bronchoskopisch assistierte AO-Implantation ist eine sichere und effektive Option bei anatomisch komplexen BPF. Sie erweitert das Spektrum minimal-invasiver Behandlungsansätze, insbesondere wenn ein rein bronchoskopisches Vorgehen technisch nicht möglich ist und eine Thorakotomie vermieden werden soll. Abb. 1 Publication History Article published online: 04 March 2026 © 2026. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany

Fields of Study & Subjects

Pleural and Pulmonary Diseases Tracheal and airway disorders Esophageal and GI Pathology

Publication details

Journal / source
Pneumologie
Volume
80
Publication date
1 March 2026
Language
DE