Krankenhausbezogene Letalitätsfaktoren der ambulant erworbenen Pneumonie (CAP), Analyse der IQTIG-Daten von 6 Krankenhäusern in Baden-Württemberg 2014-2024
Abstract
Einleitung: Trotz Qualitätsprogramme und zahlreicher Scores zur Vorhersage CAP-bedingter Letalität veränderten sich CAP-Inzidenz und -Letalitätsrate im letzten Jahrzehnt nur geringfügig. Ziel dieser Studie war die Identifikation von Patientenmerkmalen, die für ein erhöhtes Risiko einer CAP-bedingten Hospitalsterblichkeit prädisponieren. Methoden: Diese retrospektive Analyse basiert auf der für das IQTIG erhobenen Gesundheitsqualitätsdaten, zur ambulant erworbenen Pneumonie (QS CAP). Wir analysierten QS CAP -Daten von hospitalisierten Patienten > 18 Jahre, die zwischen 2014 und 2024 in 5 Krankenhäusern der Regel- und Maximalversorgung sowie einer Universitätsklinik in Baden Württemberg betreut wurden. Die Daten wurden statistisch mittles multivariabler Analyse und Wilcoxon-Test analysiert. Ergebnisse: Es wurden QS CAP -Daten von 8471 Männern und 5872 Frauen (Alter 73,0 + 15,2 bzw. 75,3 + 15,6) ausgewertet. Die Krankenhausdauer betrug bei Männern 9,1 + 7,5 bzw. bei Frauen 8,6 + 6,7 Tage. n=9509 (66,3%) aller Patienten wurden regulär entlassen (Gruppe A), während n=2270 (15,8%) an den Folgen einer stationären CAP verstarben (Gruppe B): Männer n=1370, Alter 79,7 + 10,6, Frauen n=902, Alter 82,7 + 9,7. Die Sterblichkeit stieg in der Beobachtungszeit um ca. ein Drittel an. Alle anderen Patienten wurden in andere Gesundheitseinrichtungen verlegt. Im Gruppenvergelich A vs B war das Risiko, an CAP zu sterben, bei folgenden Indikatoren erhöht: höheres Lebensalter (71,6 + 16,0 vs. 80,9 + 10,4, p
Fields of Study & Subjects
Pneumonia and Respiratory Infections
Nosocomial Infections in ICU
Sepsis Diagnosis and Treatment
Publication details
- Journal / source
- Pneumologie
- Volume
- 80
- Publication date
- 1 March 2026
- Language
- DE