Typ-II-Pneumozyten in der humanen Lunge beim Lungenemphysem

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Authors: L Kiel, Saskia Hinse, M. Caliskan, Anmari Christersson, V Krüger, Karsten Wiebe, P Barth, S Fischer, S Ludwig, Linda Brunotte, Rainer Gerhard Wiewrodt
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Abstract

Einleitung: Das menschliche Alveolargewebe besteht aus den am Gasaustausch teilnehmenden Typ-I-Pneumozyten und den multifunktionellen Typ-II-Pneumozyten. Letztere können bei Schäden des Alveolargewebes neue Typ-I-Pneumozyten generieren. Aktuelle molekulare Studien beschreiben einen Subtyp, der die Typ-II-Zellen in diesem Transitionsstadium zeigt. Inwiefern dieser neue Typ-II-Subtyp zur Regeneration von Typ-I-Pneumozyten auch beim Lungenemphysem vorhanden ist, ist Teil der aktuellen Forschung. Methodik: 38 humane Lungen (je 19 Frauen und Männer, Alter (Median) 70 Jahre) mit verschiedenen Lungenerkrankungen wurden untersucht (Gewebespenden aus Überschussmaterial bei Lungenoperationen mit diversen Indikationen). Basierend auf dem Grad der Lungenschädigung wurden 4 Gruppen gebildet: N (Normal, n=6) KO (keine Obstruktion, n=10), E (Emphysem, n=11), LVRS (Emphysem mit LVRS, n=11). Mittels FACS und den Oberflächenmarkern CD360 und HT2-280 konnten Typ-II-Pneumozyten isoliert werden. Bei 5 Proben wurde eine zusätzliche Färbung mit dem Oberflächenmarker AQP5 vorgenommen. Dieser „klassische“ Marker für Typ-I-Pneumozyten bildet, bei Koexpression auf Typ-II-Zellen, die Transitionsphase von Typ-II zu Typ-I ab. Ergebnisse: In 38 Lungengeweben betrug die relative Anzahl der isolierten Typ-II-Pneumozyten im Median 2,6% (Minimum 0,1%, Maximum 9,9%), mit deutlicher Erniedrigung beim Lungenemphysem (Mediane je 2,1% bei E und LVRS, N=6,6% und KO=5,8%; Kruskal-Wallis p=0,004), aber ohne weitere auffällige Unterschiede bei anderen Faktoren (Geschlecht, Alter, Therapie mit Steroiden). In allen 5 Sub-Zellisolaten konnte AQP5 auf Typ-II-Pneumozyten nachgewiesen werden. Zusätzliche qPCR-Analysen (AQP5, GSTA1, STAT3, FOXP1) bei 19/38 Lungen zeigten keinen eindeutigen Hinweis auf ein per se geringeres Regenerationspotential bei Emphysemen. Schlussfolgerung: In strukturell geschädigten Lungen wurden weniger Typ-II-Pneumozyten nachgewiesen als in Lungen ohne Emphysem und ohne Obstruktion. Auch beim Lungenemphysem finden sich Pneumozyten in der Transitionsphase von Typ-II zu Typ-I, wobei keine eindeutigen Hinweise auf einen qualitativen Expressionsunterschied dieses neuen Subtyps in Korrelation mit dem Grad der Lungenschädigung gefunden wurden. Publication History Article published online: 04 March 2026 © 2026. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany

Fields of Study & Subjects

Chronic Obstructive Pulmonary Disease (COPD) Research Neonatal Respiratory Health Research Transplantation: Methods and Outcomes

Publication details

Journal / source
Pneumologie
Volume
80
Publication date
1 March 2026
Language
DE