Spiroergometrisch an Hand der VT1 ermittelter Trainingszustand bei Patient*innen mit Bronchiektasen-Erkrankung – eine Querschnittsuntersuchung
Abstract
Hintergrund: Die Bronchiektasen-Erkrankung ist eine chronisch inflammatorische Lungenerkrankung mit heterogener Ätiologie. Sie geht oft mit einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit einher und ist mit einschränkenden Symptomen verbunden, die zu einer reduzierten Aktivität und folgend zur Dekonditionierung der Patient*innen führen. Zur Leistungsfähigkeit und dem Trainingszustand von Patient*innen mit Bronchiektasen-Erkrankung wurde bisher kein großes Kollektiv untersucht. Methoden: Es handelt sich um eine Querschnittanalyse von Patient*innen mit Bronchiektasen-Erkrankung, welche in der Klinik für Pneumologie am Cellitinnen-Severinsklösterchen Krankenhaus der Augustinerinnen Köln behandelt werden. Im Rahmen der Studie PHENOMENON wurden die Patient*innen evaluiert. Dies umfasste die Durchführung einer Spiroergometrie, einer Polysomnographie und unter anderem die Erfassung von Symptomlast und Krankheitsaktivität mit validierten Fragebögen. Der Trainingszustand wurde spiroergometrisch anhand der VO2 an der anaeroben Schwelle (VT1) in Prozent der zu erwartenden VO2-peak bestimmt. Hierbei wurde entsprechend ein Wert zwischen 40 und 80% als normal angenommen (40 – 50% niedrig normal, 50 – 70% normal, 70 – 80% hochnormal). Die Festlegung der VT1 wurde an den Kurven der 9-Felder-Grafik nach Wassermann vorgenommen. Ergebnisse: In die Interimsanalyse der Kohorte konnten 49 Patient*innen eingeschlossen werden, davon waren 71,4% weiblich. Das mittlere Alter bei Einschluss betrug 61 Jahre (24 bis 85). Bei 8 Patient*innen konnten keine für die Analyse erforderlichen Daten erhoben werden. Es konnte eine mediane VO2@AT/VO2max erw. von 57,3% ermittelt werden, die Werte lagen zwischen 27 und 105%. 12,2% der Patient*innen waren mit einem Wert von80%). Ausblick: Die Analyse unterstreicht für ein Kollektiv mit Bronchiektasen-Erkrankung das Thema der krankheitsassoziierten Dekonditionierung. Ein Ansatz könnte die Etablierung einer medizinischen Trainingstherapie sein, deren Effektivität bzgl. Lebensqualität und Belastbarkeit im Alltag für andere pneumologische Krankheitsbilder bereits gezeigt werden konnte. Publication History Article published online: 04 March 2026 © 2026. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
Fields of Study & Subjects
Cardiovascular and exercise physiology
Cystic Fibrosis Research Advances
Chronic Obstructive Pulmonary Disease (COPD) Research
Publication details
- Journal / source
- Pneumologie
- Volume
- 80
- Publication date
- 1 March 2026
- Language
- DE