Nachsorge auf dem Sportplatz: Pilotstudie zur sportmedizinischen Evaluation als Screening bei angeborenen Fehlbildungen
Abstract
Einleitung: Die Ösophagusatresie (ÖA) geht mit einer erheblichen gastrointestinalen und pulmologischen Morbidität einher, die eine lebenslange Nachsorge im multidisziplinären Team erfordert. Zudem wurden eine verminderte körperliche Aktivität, motorische Defizite und eine eingeschränkte kardiopulmonale Belastbarkeit beschrieben. Viele Schulkinder und Jugendliche gehen jedoch der Nachsorge verloren. Ziel dieser Pilotstudie ist es, die Durchführbarkeit niederschwelliger und ubiquitär verfügbarer sportmedizinischer Tests zum Screening der körperlichen Leistungsfähigkeit zu evaluieren. Material und Methoden: Die motorischen Fähigkeiten und kardiopulmonale Leistungsfähigkeit wurden anhand des Dordel-Koch-Test (DKT) und Shuttle-Run-Test (SRT) bei Jugendlichen mit ÖA (12–16 Jahre) auf dem Sportplatz erhoben (https://fitnessolympiade.de). Die Bewertung des DKT erfolgt anhand von Schulnoten (1–6). Beim SRT ergibt sich eine errechnete maximale Sauerstoffaufnahme (VO 2 max) nach Léger at al. 1988, die nach Tomkinson et al. 2016 in alters- und geschlechtsspezifische Perzentile (P) klassifiziert wurde. Es erfolgte eine deskriptive Analyse (Median; Min-Max). Ergebnisse: Zwölf Jugendliche nahmen an der Untersuchung teil (5m, 7w, durchschnittliches Alter 13,3 Jahre, 10 ÖA Vogt Typ 3b, 2 ÖA Vogt Typ 2, BMI-SDS−0,5; –2,8–1,4). Drei Patienten klagten über dauerhaft persistierende Symptome einer Tracheomalazie. Im Rahmen der Ausbelastung traten bei 4 Jugendlichen gastrointestinale und bei 7 Jugendlichen respiratorische Symptome auf, 2 Personen benötigten einen Bronchodilatator. Es zeigte sich eine weite Spanne der VO 2 max (P 40;
Fields of Study & Subjects
Congenital Heart Disease Studies
Cardiovascular and exercise physiology
Physical Education and Training Studies
Publication details
- Journal / source
- Klinische Pädiatrie
- Volume
- 238
- Publication date
- 1 February 2026
- Language
- DE